Großstadt-Oasen
Die schönsten idyllischen Oasen mitten in Hamburg.

Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 

Direkt am Rathaus: Toskana auf der Dachterrasse

Im Schatten des Rathausturmes: die Dachterrasse von Ina Busch (63) und Jürgen Brink (57). Ein bisschen Toskana mitten in der City. Lavendel, Thymian, Rosmarin und Salbei gedeihen dort.
Im Schatten des Rathausturmes: die Dachterrasse von Ina Busch (63) und Jürgen Brink (57). Ein bisschen Toskana mitten in der City. Lavendel, Thymian, Rosmarin und Salbei gedeihen dort.
Foto: Volker Schimkus

Spatzen – die kleinen Racker sind in den Städten fast ausgestorben. Wer bei Ina Busch und Jürgen Brink auf der Dachterrasse zu Gast ist, merkt davon allerdings nichts. Fünf, sechs, sieben Exemplare kommen angeflogen und picken sich Körner aus dem Meisenknödel.

„Zu Spitzenzeiten haben wir bis zu 40 Vögel zu Gast. Am schönsten ist es, wenn die junge Brut flügge geworden ist“, sagt Ina Busch. „Dann flattern die Kleinen aufgeregt und fordern fiepsend Futter von der Mutter an. Das ist so herrlich. Ich könnte denen stundenlang zugucken.“

Meisen und Spatzen sind oft Gäste.
Meisen und Spatzen sind oft Gäste.
Foto: Volker Schimkus

Einen wunderschönen Arbeitsplatz haben sich Ina Busch (63) und ihr Ehemann Jürgen Brink (57) gestaltet. Im sechsten Stock eines Bürogebäudes – das Hamburger Rathaus vis-à-vis – betreiben sie einen Mahn- und Schreibservice für Hamburger Rechtsanwälte. Fast den ganzen Tag sind die beiden damit beschäftigt, Post an säumige Zahler zu schicken. Werfen sie einen Blick durchs Fenster, fällt er auf ein Stück Toskana mitten in Hamburg. Lavendel, Thymian, Rosmarin, Salbei, Schwertlilien, Gänsekresse, Hortensie – all das wächst dort.

Auf die Idee, die Dachterrasse zu begrünen, war schon Ina Buschs Vormieter gekommen: Giannino Gagliadi. Der betrieb dort ein italienisches Übersetzerbüro. „Als er auszog, hat er seine Pflanzen zurückgelassen“, erzählt Ina Busch. „Vieles hat sich bis heute erhalten. Manches haben wir ersetzt und dazugekauft.“ Bei schönem Wetter verbringt sie mit ihrem Mann die Pausen draußen – mit direktem Blick auf Rathausturm, Europapassage und Petrikirche. „Hier ist es schöner als in unserem Garten zu Hause“, schwärmt Jürgen Brink, der mit seiner Frau am Kuhmühlenteich (Uhlenhorst) wohnt.

Die Toskana in der Großstadt gibt es nicht ohne Fleiß: Eine Menge Zeit geht drauf, das Paradies zu erhalten. Allein das Blumengießen dauert im Sommer abends eine halbe Stunde. Die schönste Entschädigung dafür ist, dass es den Vögeln gefällt. „Guck mal da“, sagt Ina Busch und zeigt auf die Meisenbadewanne – eine Schale voll mit Wasser. Ein kleiner Piepmatz tummelt sich darin. Es spritzt mächtig. „Ist das nicht herrlich?“, fragt die 63-Jährige.

Weitere Meldungen Großstadt-Oasen

Großstadt-Oasen

Sie liegen versteckt hinter Mauern und in unbekannten Ecken öffentlicher Parks - verwunschene Gärten und idyllische Oasen mitten in Hamburg.

 

Weiße, rote und rosa Rosen, wohin man blickt: Selbst das Gartenhäuschen ist bunt umrankt.
|  3

Wer bei den Bubas durch das Gartentor tritt, denkt, er ist zu Besuch in einer Märchenwelt. Der Besucher reißt die Augen auf, ein „Wow“ kommt unwillkürlich über die Lippen. Gott, wie schön ist es hier! 250 verschiedene Rosenarten verwandeln den Garten von Juni bis August in ein einzigartiges Blütenmeer.  mehr...

Seit drei Jahren die Chefin: Claudia Zechner (42). Hier ist sie gerade im Gewächshaus beschäftigt.
|  0

Der Dahliengarten in Bahrenfeld zieht jede Menge Blumenfreunde von nah und fern an. 11.000 Pflanzen blühen dort von Juli bis September.  mehr...

Hamburgs Naturparadiese
Auf Facebook empfohlen