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„St. Pauli Honig“: Die Imker im Pfarrgarten der St. Pauli-Kirche

Anja Hiesener (43) und ihr Mann Jan-Thomas Otto (40) sind die Imker aus dem Pfarrgarten  – mit vier Völkern und insgesamt 200.000 Bienen.
Anja Hiesener (43) und ihr Mann Jan-Thomas Otto (40) sind die Imker aus dem Pfarrgarten – mit vier Völkern und insgesamt 200.000 Bienen.
Foto: Florian Quandt

Hafenkräne und Containerbrücken zeichnen sich als Silhouette vor dem Blau des Himmels ab. Im Hintergrund die Docks von „Blohm+Voss“. Schiffssirenen sind zu hören. Und das Summen der Bienen, die einem um den Kopf schwirren, wenn man im Pfarrgarten der St. Pauli-Kirche steht.

Es ist ein historischer Ort. 1814 von französischen Besatzern abgefackelt, wurde sie 1816 wieder aufgebaut, aber viel schöner. Damals entstanden auch die beiden Pfarrhäuser. Dazwischen haben die Architekten Platz gelassen für eine Grünfläche, auf der Pastoren früher ihre Gemüse zogen. Heute sind dort Bienen zu Hause – 200.000! Vier grüne Kästen stehen im Schatten von Linden und Robinien. Das entspricht vier Völkern

Herrscher über dieses Reich: Jan-Thomas Otto (40) und seine Frau Anja Hiesener (43). Sie ist Zeichnerin und Illustratorin, er IT-Experte. Dass Leute mit Bürojobs plötzlich Bienen halten – längst nichts Besonderes mehr. Unter Städtern ist die Imkerei ein immer beliebter werdendes Hobby. Rund 500 Freizeit-Imker gibt es in Hamburg inzwischen. „Das ist ein wunderbarer Ausgleich zum Berufsleben“, sagt Otto. „Natur pur eben.“
Rund 120 Kilo Honig erntet das Ehepaar Jahr für Jahr. Der Geschmack wird geprägt von den Linden, Robinien und Kastanienbäumen, die in der Umgebung der Bienenstöcke stehen. Die Sorge, Honig aus St. Pauli enthalte etwa wegen der Autoabgase viele Schadstoffe, ist unbegründet. Das haben Untersuchungen ergeben. Otto: „Viel gefährdeter ist da der Honig aus ländlichen Regionen, jedenfalls wenn dort viel mit Pestiziden gearbeitet wird.“

Vermarktet wird der „St. Pauli Honig“ durch die Kirchengemeinde. Werbung muss Pastor Martin Paulekun (56) nicht machen. Die Nachbarn seien ganz heiß darauf, fragen schon im Frühjahr, ob sie ein paar Gläser haben können. Dabei startet der Verkauf immer im Juli zum Erntedankfest.

Billig ist der Gemeinde-Honig nicht. Für 250 Gramm verlangt der Pastor vier Euro. Aber davon geht ein Euro an Kinder- und Jugendprojekte der Gemeinde.

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