Eine Körpertemperatur über 38° Celsius (38°C) bezeichnet man laut Definition als Fieber (lat. Febris). Häufig ist Fieber ein Symptom einer Grippe oder einer Erkältung.
Die Temperatur lässt sich mit einem Fieberthermometer im Enddarm (rektal), unter der Achselhöhle (axillar), im Ohr oder unter der Zunge im Mund (oral) messen. Die rektale Temperaturmessung gilt als die genaueste. Am gebräuchlichsten sind elektronische Digital-Fieberthermometer; ältere Modelle sind Fieberthermometer aus Quecksilber.
Das Temperaturzentrum im Gehirn steuert die Wärmeregulation. Es liegt im Bereich des sogenannten Hypothalamus. Fieber entsteht dadurch, dass der Sollwert der Körpertemperatur in diesem Temperaturzentrum nach oben verstellt ist. Wenn die Nervenzellen im Temperaturzentrum direkt gereizt werden, steigt die Körpertemperatur an. Auch fiebererzeugende Stoffe, sogenannte Pyrogene, können Fieber auslösen. So können etwa bestimmte Bestandteile von Bakterien als Pyrogen zu Fieber führen. Fieber kann dazu beitragen, die natürlichen Abwehrprozesse des Körpers zu beschleunigen.
Man unterscheidet verschiedene Arten von Fieber, so zum Beispiel:
Neben dem Anstieg der Körpertemperatur äußert sich Fieber oft mit Symptomen wie einem schnellen Puls, Schweißausbrüchen, gesteigerter Atmung, glänzenden Augen, warmer – teils roter, teils blasser – Haut, trockener und belegter Zunge, Durst und Appetitlosigkeit. Es kann zu Schwindel, Wahrnehmungsstörungen und Verwirrtheit kommen. Insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern können auch Fieberkrämpfe auftreten. Bei sehr hoher Temperatur kann es zu Bewusstseins- und Sinnestrübungen, dem Fieberdelir, kommen.
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