Gegen Heuschnupfen

Allergie-Vorbeugung jetzt beginnen!

Im Frühling beginnt die Leidenszeit für Allergiker - aber nicht überall.
Im Frühling beginnt die Leidenszeit für Allergiker - aber nicht überall.
Foto: dpa

Noch scheint der Frühling fern, doch wer unter Heuschnupfen leidet, blickt schon mit ängstlichem Blick auf die pollenreichen Wonnemonate, die Ende Februar mit der Blüte von Hasel und Erle beginnen. Dauerhafte Linderung verspricht nur eine Hyposensibilisierung, mit der Allergiegeplagte spätestens jetzt beginnen sollten.

Unser Immunsystem ist ein ausgeklügelter Schutzmechanismus, doch wenn es Feinde sieht, wo eigentlich keine sind, wird es problematisch. Der Körper attackiert dann selbst harmlose Blütenpollen. Und: Hat unser Abwehrzentrum einmal einen mutmaßlichen Gegner entdeckt – Mediziner sprechen von Allergenen –, führt jeder weitere Kontakt mit ihm zu einer allergischen Reaktion: Juckreiz und eine Schwellung von Haut und Schleimhäuten.

Genau da setzt die Hyposensibilisierung an: Ähnlich wie bei einer Impfung werden über einen Zeitraum von mindestens drei Jahren immer höhere Dosen des Allergens verabreicht. Damit soll erreicht werden, dass der Körper den Fremdkörper toleriert und keine Abwehrreaktionen mehr zeigt. In der Regel kann mit dieser Behandlungsmethode 80 bis 90 Prozent der Betroffenen dauerhaft geholfen werden. Die Kosten dafür werden zu 100 Prozent von allen Kassen übernommen.

Entscheidend ist allerdings, wann mit der Hyposensibilisierung begonnen wird, denn wenn die Pollen schon in der Luft sind, kann die Therapie zu einer Doppelbelastung führen und müsste unter Umständen sofort wieder abgebrochen werden. Dr. Gerhard Büttner vom Dermatologie Zentrum in Neumünster: „Ideal für den Start sind die Monate August und September, aber auch jetzt ist es noch nicht zu spät. Solange es friert, gibt’s auch keine Pollen.“

Im ersten Monat bekommen die Patienten wöchentlich eine Spritze in den Oberarm, danach muss im Abstand von vier bis sechs Wochen injiziert werden. Dr. Büttner: „Eine Linderung setzt in der Regel nach drei bis sechs Monaten ein.“

Besonders erfolgversprechend ist die Hyposensibilisierung, wenn die Betroffenen nur auf einen Typ Pollen (z. B. Birkenblüten) allergisch reagieren. Aber es gibt auch Kombi-Präparate, die gleich gegen mehrere Allergene immunisieren sollen.

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Datum:  13.2.2012
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