Im Sofa versinkt man und das Bett ist ziemlich durchgelegen, dafür ist der Stuhl am Esstisch hart und unbequem. Wer unter Rückenschmerzen leidet, sollte mal seine Einrichtung begutachten. Denn oft sind falsche Möbel ein Grund für die Schmerzen.
„Rücken“ hat nicht nur Horst Schlämmer alias Komiker Hape Kerkeling, sondern Millionen Betroffene. Denn: „Rückenbeschwerden sind das Volksleiden Nummer Eins“, sagt Georg Stingel von der Aktion Gesunder Rücken. Besonders erschreckend: Schon mehr als 40 Prozent der Viertklässler kennen Schmerzen im Rücken.
Ursachen für Rückenschmerzen sind nach Angaben des Experten nicht nur Bewegungsmangel oder eine falsche Ernährung, sondern auch falsche Möbel. Man sitzt häufig und lange falsch oder schläft auf der falschen Matratze.
Sitzfläche darf nicht zu tief sein
„Als Prävention und Hilfe gegen Rückenbeschwerden darf nicht nur der Arbeitsplatz ergonomisch gestaltet sein“, sagt Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie. Auch zu Hause sollte man darauf achten, dass die Möbel den Bedürfnissen der Bewohner und ihren Tätigkeiten angepasst sind.
Rückenschmerzen sind das Volksleiden Nummer Eins. Wer sich einmal damit herumquält, bekommt diese nur schwer in den Griff. Sport und Bewegung sind wichtig im Kampf gegen die Schmerzen. Doch auch wie wir sitzen, arbeiten oder schlafen, spielt eine Rolle. Worauf es bei den Möbeln im Haushalt ankommt.
Foto: dpaWer neue Möbel auswählt, sollte deshalb nicht nur auf das Design schauen und darauf wie sie zur Einrichtung passen. Vor allem bei Stühlen, Sesseln, Betten und Küchenmöbeln sollte man auch aufpassen, dass diese für den Rücken so komfortabel wie möglich sind.
So darf etwa beim Sofa die Sitzfläche nicht zu tief sein, sonst können vor allem kleinere Personen nicht gerade darauf sitzen. Und auch die Arbeitsflächen in der Küche sollten so gestaltet sein, dass der Rücken beim Kochen nicht belastet wird.
Worauf Sie bei einzelnen Möbeln achten sollten, damit diese möglichst rückenschonend sind, lesen Sie in der Bilderstrecke oben.
Ursachen
Starke körperliche Belastung, stundenlange Schreibtischarbeit am PC, zu wenig Bewegung - das sind Risikofaktoren für die Wirbelsäule. Doch nicht jeder Rückenschmerz ist auch gleich ein Bandscheibenvorfall. Bandscheiben sind die Knorpelverbindungen zwischen den Wirbelsäulen. Sie nutzen sich mit den Jahren ab und können brüchig werden. Reißt so ein Knorpelring, tritt eine gallertartige Masse in den Bereich des Rückenmarks aus und drückt dort auf die abgehenden Nerven. Die Bandscheibe „fällt vor“. Das verursacht oft starke Schmerzen.
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