Einen Betablocker gegen die Prüfungsangst, das ADHS-Medikament Ritalin, um sich auf die Masterarbeit zu konzentrieren. Eine Studie enthüllt: Fünf Prozent der Studenten greifen zu Medikamenten und Drogen, um ihre Leistung zu steigern.
Jeder zehnte Student nimmt leistungsfördernde Mittel. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage unter Studenten der Hochschul Informations System GmbH (HIS) hervor. Danach machen rund fünf Prozent der Studenten „Hirndoping“ und nehmen verschreibungspflichtige Schmerz-, Beruhigungs- oder Aufputschmittel, um ihre Leistung zu steigern oder beizubehalten. Weitere fünf Prozent der Befragten greifen zu weicheren Mitteln wie Vitaminpräparaten, Koffein oder homöopathischen Substanzen. Für die Studie wurden die Angaben von 8000 Studenten aus dem Wintersemester 2010/2011 ausgewertet.
Am häufigsten greifen Studenten der Veterinärmedizin zu Hirndoping (18 Prozent). Es folgen die Sportwissenschaftler (14 Prozent). Dagegen nutzen Mathematiker, Informatiker sowie Physiker verschreibungspflichtige, leistungsfördernde Mittel kaum. Männer und Frauen betreiben das Hirndoping etwa gleich oft.
Nervosität, Anspannung, Unsicherheit
Studenten, die Hirndoping machen, wiesen häufig hohe Neurotizismuswerte auf. Für sie sind Eigenschaften wie Nervosität, Anspannung, Unsicherheit sowie eine stärkere Reaktion auf Stress kennzeichnend.
Die Studenten versprechen sich von dem Hirndoping, Lampenfieber und Nervosität in den Griff zu bekommen. Erst an zweiter Stelle steht der Wunsch, die geistige Leistung zu steigern.
Welche Medikamente und Drogen Studenten am häufigsten verwenden, um ihre Leistungen zu steigern, lesen Sie in der Bilderstrecke oben.
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