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Keimschleuder: Igitt! Kaum jemand reinigt sein Smartphone

Die beste Hygienemaßnahme ist immer noch regelmäßiges, gründliches Händewaschen.
Die beste Hygienemaßnahme ist immer noch regelmäßiges, gründliches Händewaschen.
Foto: dpa

Wir tippen und wischen ständig und überall auf unseren Smartphones herum. Beim Essen, beim Sport, manche sogar auf dem Klo! Kein Wunder, dass jede Menge Keime an dem Gerät kleben. Trotzdem reinigt nur jeder Vierte sein Handy, zeigt eine Umfrage.

Nur gut jeder vierte Handybesitzer reinigt die Oberfläche seines Mobiltelefons bewusst und intensiv, heißt es beim Branchenverband Bitkom, in dessen Auftrag rund tausend Personen gefragt wurden. Knapp die Hälfte säubert es nur gelegentlich und flüchtig, etwa durch Abwischen an der Kleidung. Jeder Achte reinigt sein Mobilfunkgerät nie.

Auch frühere Untersuchungen zeigen, Handys, insbesondere Smartphones, sind ein prima Nährboden für fiese Bakterien. Britische Forscher veröffentlichten 2011 eine Studie nach der jedes sechste Mobiltelefon Spuren von Fäkalien aufweist. Auf den betroffenen Handys fanden die Wissenschaftler Rückstände des E-Coli-Bakteriums, von dem bestimmte Stämme sogar tödlich sein können.

Displays und Tastaturen regelmäßig reinigen

Auch beim Joggen oder beim Schwitzen im Fitnessstudio ist das Smartphone ein häufiger Begleiter.
Auch beim Joggen oder beim Schwitzen im Fitnessstudio ist das Smartphone ein häufiger Begleiter.
Foto: dpa-tmn

Dass sich auf Smartphones jede Menge Krankheitserreger tummeln, erstaunt wenig, bedenkt man, wo sie überall genutzt werden. Wir tippen beim Essen darauf herum oder verschwitzt beim Sport. Wir geben es unseren Freunden oder den Kindern, damit sie sich Fotos und Videos darauf angucken. Und nicht wenige Nutzer nehmen ihr Mobiltelefon sogar mit auf die Toilette.

Vor allem Smartphones sollten regelmäßig gereinigt werden, rät deshalb Bitkom-Experte Bernd Klusmann. „Gerade in der Erkältungszeit ist eine regelmäßige Reinigung von Displays und Tastaturen sinnvoll.“ Touchscreens seien zwar sehr robust, sonst würden sie der tagtäglichen direkten Beanspruchung nicht standhalten. Doch bereits mit den ersten Berührungen verliert der Touchscreen seine Sauberkeit. Schweiß und Fett setzen sich in winzigen Kratzern ab, die selbst bei sachgemäßer Bedienung der Handys entstehen.

Bei der Reinigung von Handys und Smartphones gilt es allerdings ein paar Tipps zu beachten:  

1. Spezielle Hygienesprays verwenden
Scharfe Reinigungsmittel wie Glasreiniger sind nicht geeignet, die Oberfläche eines Touchscreens zu reinigen. Alkohole, Spülmittel und Seifenlaugen können langfristig die fettabweisende Oberfläche der Geräte beschädigen und so ihre Bedienbarkeit beeinträchtigen. Gut geeignet sind spezielle Hygienesprays mit einer keimabtötenden Wirkung. Sprays zum Desinfizieren gibt es in Drogerien, im Fachhandel oder in Apotheken. 

2. Tücher aus Mikrofaser

Für die alltägliche Pflege des Telefons eignen sich ebenfalls Reinigungstücher für Monitore und andere elektronische Geräte. Diese Tücher gibt es beispielsweise im Fachhandel. Zur Not lassen sich auch Brillenputztücher aus Mikrofaser verwenden. Mikrofaser nimmt selbst in trockenem Zustand Fettschmutz auf. Bei der trockenen Reinigung muss man jedoch aufpassen, dass sich keine groben Partikel auf dem Touchscreen befinden: Sie können beim Reiben Kratzer hinterlassen.

Beim Essen, beim Sport, unterwegs. Trotz ständigem Gebrauch reinigen nur wenige Nutzer ihr Handy.
Beim Essen, beim Sport, unterwegs. Trotz ständigem Gebrauch reinigen nur wenige Nutzer ihr Handy.
Foto: dpa

3. Essen und telefonieren vermeiden 

Als größte Schmutz-und Bakterienquelle gelten Mahlzeiten, die während des Telefonierens eingenommen werden. Zurück bleibende Essensreste begünstigen das Wachstum von Keimen. Wissenschaftler haben zudem Spuren von Handcremes und Schminke als Nährboden für Krankheitskeime entdeckt.

4. Regelmäßig Händewaschen

Trotz aller Warnungen gilt: Die Keimbelastung selbst muss nicht zu Erkrankungen führen. Regelmäßiges, intensives Händewaschen schützt am besten vor Erkältungen, Grippe und anderen Krankheiten. Denn die größten Überträger von Millionen Keimen bleiben ungewaschene Hände. Das Problem: Weil Menschen im Schnitt etwa alle vier Minuten ihr Gesicht berühren, gelangen Krankheitserreger über die Schleimhäute von Mund, Augen und Nase in den Körper und breiten sich aus.  

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Quelle: Onmeda

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