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Sparen im eigenen Heim: So können Sie ihre Heizkosten senken

Wir geben wertvolle Tipps zum Sparen im eigenen Heim.
Wir geben wertvolle Tipps zum Sparen im eigenen Heim.
 Foto: dpa (Symbolfoto)

Weniger ausgeben heißt nicht unbedingt Verzicht. Es ist oft viel einfacher, die Strom- und Heizkosten zu senken, als angenommen: Türen zu, Vorhänge vor die Fenster und den Kühlschrank umpositioniert - mit diesen Tipps sind Sparfüchse gut bedient.

• Öffnen Sie die Fenster richtig! „Zum Lüften sollte man die Fenster mehrmals täglich nur 10 bis 15 Minuten aufmachen und nicht dauerhaft in Kippstellung haben“, rät Birgit Holfert, Energieberaterin beim Verbraucherzentralen-Bundesverband in Berlin.

Auf jeden Fall sinnvoll: Nutzen Sie Thermostatventile, um beim Heizen der Zimmer für eine konstante Raumtemperatur zu sorgen. In selten genutzten Zimmern sollten die Türen geschlossen gehalten und eine geringere Temperatur eingestellt werden. Vier bis acht Prozent an Heizenergie sind allein damit zu sparen, so Michael Bade, Energieexperte des Umweltbundesamtes.

• Dichten Sie Lücken ab! Undichte Fenster und verborgene Lücken ins Freie aufzuspüren und zu schließen, lohnt sich. Auch einfache Mittel schirmen das warme Zimmer zusätzlich ab: Verbraucherberaterin Holfert empfiehlt, im Winter die Jalousien herunterzulassen oder dicke Vorhänge vor den Fenstern anzubringen.

• Sparen Sie Strom! Das fängt an mit dem Standort von Haushaltsgeräten. „Je wärmer es ist, desto höher ist auch der Stromverbrauch“, erläutert Holfert für Kühlgeräte. Daher sollte die Temperatur in den Räumen, in denen Kühlgeräte in Betrieb sind, nach Möglichkeit nicht über 20 Grad steigen. Auch sollte kein Herd danebenstehen. Keine warmen Speisen in den Kühlschrank stellen, das Gerät nur ganz kurz offen stehen lassen.

• Energieeffiziente Haushaltsgeräte helfen sparen. Gerade alte Kühlgeräte, Geschirrspüler oder Waschmaschinen sind Stromfresser. „Selbst wenn man ein noch funktionierendes altes Gerät hat, kann sich ein Austausch lohnen. Die Kosten amortisieren sich innerhalb weniger Jahre“, sagt Holfert.

Verbrauch und Effizienz erkennen Verbraucher beim Kauf an den Energielabels der Geräte. Seit kurzem gibt es innerhalb der höchsten Energieeffizienzklasse A auch noch Pluszeichen für besonders sparsame Modelle.

Alte Haushaltsgeräte sind oft Stromfresser. Beim Neukauf sollten Verbraucher auf die Energieeffizienzklasse achten.
Alte Haushaltsgeräte sind oft Stromfresser. Beim Neukauf sollten Verbraucher auf die Energieeffizienzklasse achten.
 Foto: dpa

• Nutzen Sie Energiesparlampen! Stromfresser sind auch Glühbirnen. Sie wandeln nur fünf Prozent der Energie in Licht um, der Rest verpufft als Wärme in den Raum. Besser: Energiespar- und LED-Lampen.

• Alles ausschalten, was nicht benutzt wird. Sobald an einem Gerät ein kleines Lichtlein brennt, bedeutet das, dass es noch Strom verbraucht. Deshalb sollte man herausfinden, ob das Gerät über einen richtigen Aus-Knopf verfügt. Ist das nicht der Fall, sollte es an einer extra abschaltbaren Steckerleiste hängen. Ansonsten entstehen sogenannte Leerlaufverluste.

Wer ein bisschen auf seinen Stromverbrauch aufpasst, kann viel sparen. Für einen Haushalt mit 3 bis 4 Personen rechnet Holfert mit etwa 500 Kilowattstunden weniger. Bei einem Verbrauch von etwa 4000 Kilowattstunden im Jahr beläuft sich die mögliche Ersparnis immerhin auf einen Anteil von gut zwölf Prozent.

Wer beim Sparen klotzen will, greift zur energetischen Sanierung  und tauscht beispielsweise Fenster aus.
Wer beim Sparen klotzen will, greift zur energetischen Sanierung und tauscht beispielsweise Fenster aus.
 Foto: dpa

• Senken Sie langfristig Kosten! Dafür ist eine energetische Sanierung notwendig. Besonders wichtig: Die Dämmung der Außenwände. „Über die Wände können sonst etwa 30 Prozent der Wärme verloren gehen“, erklärt Bade. Eine weitere Maßnahme ist der Austausch der Fenster. „Den Heizkessel gegen einen kleineren austauschen, die Heizpumpe erneuern oder den Heizträger wechseln - all das sind Dinge, die zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen können.“

Darüber hinaus steigern solche Maßnahmen den Wert des Hauses enorm. Da ist es klug, langfristig zu denken.

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