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Gebühren zu hoch?: Wechseln Sie ohne Pannen die Bank

Bei der einen Bank wird für die   Überweisung eine Gebühr fällig, bei der anderen ist  sie kostenlos. Das könnte ein Grund sein, die Bank zu wechseln.  Vor dem Wechsel sollten aber alle Kosten eines Girokontos unter die Lupe genommen werden.
Bei der einen Bank wird für die Überweisung eine Gebühr fällig, bei der anderen ist sie kostenlos. Das könnte ein Grund sein, die Bank zu wechseln. Vor dem Wechsel sollten aber alle Kosten eines Girokontos unter die Lupe genommen werden.
 Foto: Marco2811 - Fotolia

Wer hat nicht schon mal überlegt, seine Bank zu wechseln?

Oft ist der Ärger über die Gebühren der Anlass. Denn bei teuren Geldinstituten summieren sich die scheinbar geringen monatlichen Kosten übers Jahr schnell auf mehr als 100 Euro. Dennoch scheuen viele Bankkunden den Wechsel - nicht ganz ohne Grund. Sie fürchten den organisatorischen Aufwand. Außerdem könnten Mahngebühren fällig werden, wenn man eine Ummeldung vergessen hat.

Doch wer Schritt für Schritt vorgeht, kann den Wechsel von der alten zur neuen Hausbank ohne Pannen und Ärger und mit überschaubarem Zeiteinsatz vollziehen.

1. Dauerhaft günstige Bank suchen:

Es sollte eine Bank gewählt werden, die in den vergangenen Jahren verlässlich günstige Konditionen geboten hat. Vier Kriterien sind zu beachten: Das Girokonto sollte kostenlos sein – unabhängig von der Höhe des Geldeingangs – und dabei verschiedene Möglichkeiten der Kontoführung bieten (Online- und Telefonbanking). Im Idealfall sind auch die EC- und Kreditkarte kostenlos.

Zudem sollten Bankkunden an möglichst vielen Geldautomaten kostenlos Bargeld abheben können. Und wer öfter mal rote Zahlen auf seinem Girokonto schreibt, sollte auf möglichst günstige Dispozinsen achten. Sie sollten auf jeden Fall unter zehn Prozent liegen.

2. Zahlungsbewegungen sichten und ordnen:

Die Kontoauszüge der vergangenen Monate bilden die Basis, um die regelmäßigen Zahlungsein- und -ausgänge zu sichten und zu sortieren. Dabei empfiehlt sich die Aufteilung in drei Gruppen: regelmäßige Zahlungseingänge, Daueraufträge und Lastschrifteinzüge. Achtung: Neben den monatlich wiederkehrenden Geldbewegungen auch Quartalszahlungen wie zum Beispiel die Grundsteuer oder jährliche oder halbjährliche Zahlungen wie etwa Versicherungsprämien im Auge behalten.

3. Die neue Bankverbindung mitteilen:

Diejenigen, die Geld überweisen oder abbuchen, müssen schriftlich über die neue Bankverbindung informiert werden. Dazu können auf der einen Seite etwa der Arbeitgeber, die Familienkasse sowie Banken stehen, die Zinsen oder Dividenden auszahlen. Deutlich länger dürfte die Liste bei den Abbuchern sein: Dazu können z. B. Versicherungen, das Finanzamt, die Hausverwaltung, der Kindergarten oder der Stromversorger zählen.

4. Daueraufträge ändern:

Wer Daueraufträge eingerichtet hat, muss den Zahlungsempfänger nicht benachrichtigen. Es genügt, den Auftrag bei der neuen Bank einzugeben und parallel die alten Aufträge zu löschen.

5. Mit der Kündigung nicht zu schnell sein:
„Um Mahnungen oder Gebühren wegen nicht eingelöster Lastschriften zu vermeiden, sollte der Bankkunde das alte Konto parallel noch etwa zwei bis drei Monate weiterführen“, raten Experten der Ing-Diba. Wenn sich dann gezeigt hat, dass beim Informieren über die neue Bankverbindung niemand vergessen worden ist, kann die Kündigung erfolgen.

Wer also schrittweise und überlegt vorgeht, kann das Girokonto mit einem zeitlichen Aufwand von wenigen Stunden pannenfrei wechseln und muss sich nicht dauerhaft über teure Gebühren ärgern. Einige Banken bieten sogar einen kleinen Bonus für den Wechsel.

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