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Tages- oder Festgeld: Immer auf die Zinssätze achten

Angesichts der dauerhaft niedrigen Zinsen ist es für Anleger immer schwieriger, eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Sparer sollten daher ihre Anlagestrategie überprüfen.
Angesichts der dauerhaft niedrigen Zinsen ist es für Anleger immer schwieriger, eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften. Sparer sollten daher ihre Anlagestrategie überprüfen.
Foto: dpa

Für ihr Geld bekommen Kunden immer weniger Zinsen von den Banken. Deswegen sollten sie gerade bei Tages- oder Festgeld die Angebote vergleichen. Gut zu wissen: Ihre Einlagen sind im Normalfall geschützt.

Was früher das Sparbuch war, ist heute das Tagesgeldkonto: eine relativ sichere Möglichkeit, seine Ersparnisse flexibel zu parken. Anders als bei meist mager verzinsten Sparbüchern kann der Zinssatz bei Tagesgeldkonten durchaus attraktiv sein. Ein weiterer Vorteil: Kunden können täglich über das eigene Geld verfügen und müssen keine Kündigungsfristen berücksichtigen.

„Banken nutzen Tagesgeldkonten gern als Marketinginstrument, um Neukunden zu gewinnen“, erklärt Max Herbst von der unabhängigen FMH Finanzberatung in Frankfurt. Denn die Spareinlagen der Kunden sind für die Geldinstitute neben der Finanzierung durch die Europäische Zentralbank (EZB) eine wichtige Einnahmequelle.

Nur noch 1 bis 2 Prozent auf Tagesgeldkonto

Doch auch hier macht sich die andauernde Niedrigzinsphase inzwischen deutlich bemerkbar: Konnten Kunden laut FMH Ende 2008 durchschnittlich zwischen 3 und 4 Prozent Zinsen für 5000 Euro auf einem Tagesgeldkonto bekommen, gibt es Ende 2012 im Durchschnitt nur noch zwischen 1 und 2 Prozent. Die Bandbreite ist dabei durchaus groß: Während einige Volksbanken oder Sparkassen Kunden mit Zinssätzen unter 1 Prozent abspeisen, bieten manche Banken weit über 2 Prozent.

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Ähnlich ist die Entwicklung beim Festgeld: Ende 2008 bekamen Kunden für eine Einlage von 5000 Euro laut FMH durchschnittlich fast 5 Prozent, wenn sie ihr Geld für zwölf Monate fest anlegten. Derzeit sind es im Durchschnitt etwas über 1 Prozent. Ebenso wie Tagesgeldkonten sind Festgeldangebote für viele Banken ein gern eingesetztes Instrument, um Kundengelder zu gewinnen. „Allerdings kommt man als Kunde an sein Geld für die festgelegte Laufzeit nicht ran“, erklärt Herbst. Dafür sind die Zinssätze oft höher.

„Zinssatz über der Inflationsrate“

Doch egal, ob Tages- oder Festgeld: „Kunden sollten bei der Suche nach einem passenden Angebot immer darauf achten, dass der Zinssatz über der Inflationsrate liegt“, rät Zinsexperte Herbst. „Andernfalls nehmen sie einen stetigen Wertverlust in Kauf.“ Beim Tagesgeld sollte der Zinssatz zudem für mindestens sechs Monate garantiert sein. „Sonst muss man ja gleich wieder nach einem neuen Konto suchen.“

Angst vor ausländischen oder unbekannten Banken brauchen Anleger nicht zu haben. „Die Einlagen sind in der Regel geschützt“, erklärt Herbst. So gilt europaweit eine Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro. Für deutsche Geldinstitute greifen zudem noch die verschiedenen Sicherungssystem der einzelnen Bankenverbände.

Laut FMH bieten die besten zehn Geldinstitute für 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto derzeit zwischen 2,03 Prozent und 2,44 Prozent Zinsen. Festgeldanlagen bringen Kunden ein wenig mehr: Wer zwölf Monate auf sein Geld verzichten kann, bekommt dafür laut FMH zwischen 2,20 Prozent und 2,55 Prozent Zinsen. Bei einer Anlagedauer von drei Jahren sind sogar bis zu 3,20 Prozent drin. Die Inflationsrate von derzeit etwa 2 Prozent schlagen Anleger mit diesen Angeboten in jedem Fall.

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