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Falschgeld erkennen: Fallen Sie nicht auf Blüten rein

Echt oder nicht? Mit Schnelltests können auch Laien das feststellen.
Echt oder nicht? Mit Schnelltests können auch Laien das feststellen.
 Foto: dpa

Dank der neuen Euro-Scheine haben es Geldfälscher noch schwerer. Trotzdem sind weiterhin Blüten im Umlauf - und der Schaden ist hoch. Dabei können Sie auch als Laie falsche Banknoten erkennen.

In Deutschland geht die Falschgeld-Menge zurück: Jährlich kommen auf 10.000 Einwohner etwa fünf unechte Banknoten. Doch der Schaden steigt in die Hunderttrausende, rund 1,1 Millionen Euro waren es im vergangenen Halbjahr. Wie gehen Verbraucher am besten mit Blüten um?

Woran erkennt man Falschgeld?

Jeder Geldschein hat bestimmte Merkmale, die falschen Scheinen fehlen. Tipps um Falschgeld zu erkennen, hat die Deutsche Bundesbank gesammelt. Auch kann man den Euro-Blütentrainer der Kriminalpolizei ausprobieren. Dieser soll laut Polizei „fit gegen den falschen Schein machen“. Grundsätzlich gilt: Bestimmte Sicherheitsmerkmale gibt es bei allen Euro-Scheinen. Dazu gehören etwa das Wasserzeichen oder der Sicherheitsfaden. Außerdem können Laien mit Schnelltests, durch Kippen und Fühlen die Blüten entlarven.

Sogar mit dem Handy lässt sich die Echtheit mittlerweile prüfen. Dazu muss man den Lautsprecher des Mobiltelefons an ein Farbfeld auf der Banknote halten. Beobachten Sie, ob es sich verändert. „Die Funktion beruht auf der Wechselwirkung spezieller Farbpigmente mit einem einfachen Magnetfeld, wie es zum Beispiel ein Handy-Lautsprecher bietet“, so Banknoten-Hersteller Giesecke & Devrient mit. Der Test lässt sich auch mit anderen Magneten machen, zum Beispiel mit Verschlüssen von Handtaschen.

Am häufigsten wird laut Bundesbank nach wie vor der 20 Euro-Schein gefälscht. Eher selten erwischt es den 50 Euro-Schein. Bei den Geldstücken im Eurogebiet sind es Zwei- und Ein-Euro-Münzen sowie 50-Cent-Münzen.

Wohin mit den Blüten?

Verdächtiges Geld wird am besten direkt bei der Polizei oder der Bundesbank-Filiale abgeliefert. „Es kann selbstverständlich auch zur nächsten Bank gebracht werden“, sagt Stefan Marotzke vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband. Allerdings dauert die Prüfung dann länger. Experten der Bundesbank testen die Scheine auf ihre Echtheit. Sind es Blüten, übergeben sie diese der Polizei. Abgegebenes Falschgeld wird übrigens nicht ersetzt.

Porträt-Wasserzeichen, Porträt-Hologramm und die Smaragdzahl sollen die neuen Scheine noch sicherer machen.
Porträt-Wasserzeichen, Porträt-Hologramm und die Smaragdzahl sollen die neuen Scheine noch sicherer machen.
 Foto: dpa

Achtung, strafbar!

Entdeckt ein Kunde zum Beispiel gefälschtes Wechselgeld im Supermarkt, gibt er es am besten sofort dem Kassierer, rät Stefan Marotzke. Verwendet der Kunde das Falschgeld wissentlich weiter, kann er sich nämlich strafbar machen.

Zu große Sorgen müssen sich Verbraucher aber nicht machen: Zuletzt waren die Falschgeldzahlen sowohl in Deutschland als auch in den 17 Eurostaaten insgesamt rückläufig. „Rein rechnerisch kommt jeder Bürger in Deutschland nur einmal in 2000 Jahren mit Falschgeld in Berührung.“, erklärte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele. Nichtsdestotrotz gibt es immer wieder Medienberichte über aufgetauchte Blüten.

Fälschungssichere Euro-Noten?

Im Mai 2013 wird der neue 5-Euro-Schein in Umlauf gebracht. übrigen Banknoten folgen nach und nach. Neue Merkmale auf dem Papiergeld sollen Fälschern die Arbeit erschweren. Dabei unterscheidet sich die zweite Generation der Scheine kaum von den bisherigen. Schon jetzt sind Euro-Scheine mit Wasserzeichen, Hologrammen, Metallfäden, Spezialpapier und fluoreszierenden Fasern ausgestattet. Hinzu kommen jetzt drei neue Sicherheitsmerkmale: Das Porträt-Wasserzeichen, das Porträt-Hologramm und die Smaragdzahl.  

Die bisherigen Euro-Noten bleiben übrigens gültig. Sie werden nach und nach von Zentralbanken wie der Deutschen Bundesbank aus dem Verkehr gezogen.

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