Herzlich willkommen beim schwarz-gelben Wahnsinn.
17.20 Uhr: Dortmund dreht durch. Die Arena wird zur Partyhölle. Die Spieler bewaffnen sich mit Biergläsern, es regnet Hochprozentiges.
Felipe Santana schnappt sich den Rasierer und schnibbelt Kevin Großkreutz („Vor zwei Jahren stand ich noch auf der Tribüne. Jetzt stehe ich hier unten und bin Meister. Wahnsinn!“) die halbe Matte kahl.
Lucas Barrios steigt auf das Aluminiumtor vor der größten Fußballtribüne der Welt und stimmt mit der gelben Wand Fangesänge an. Und immer wieder hört man Stadionsprecher Norbert Dickel: „Is das geil, is das geil.“
Ja, das ist geil. Der Freudentaumel will nicht enden, der Fußball-Tempel versinkt im kollektiven Glücksrausch. Meister! Und ein Gruß der Fans geht Richtung Köln.
Immer wieder stimmt der Chor „Erster Fußballclub Köln“ an. Es ist der Dank an den FC, der Verfolger Bayer Leverkusen besiegte. „Es ist ein Märchen“, sagt Präsident Reinhard Rauball, „jetzt ist Dortmund zwei Wochen im Ausnahmezustand.“
„Herzlichen Glückwunsch, Dortmund ist völlig zu Recht Deutscher Meister geworden“, adelt Franz Beckenbauer den BVB. „Sie waren mit Abstand die beste Mannschaft der Saison“, sagt auch Bayers Sportchef Rudi Völler.
Auch Bundespräsident Christian Wulff meldet sich zu Wort. „Dortmund ist eine faszinierende und sympathische Mannschaft. Ein wunderbares Aushängeschild auf internationaler Bühne.“
18.30 Uhr. Die Sause will nicht zu Ende gehen, der schwarz-gelbe Teppich der 25.000 Fans in der Südkurve hüpft immer noch. „Oh, wie ist das schön.“ Mehr geht nicht. „Geil, geiler, BVB“, sagt Großkreutz und verschwindet mal wieder im Bad der freudetrunkenen Menge.
„Die Dortmunder haben sich den Titelgewinn echt verdient“, lautete das Lob von Bundestrainer Joachim Löw. „Es freut mich für ihn und den Verein, dass sich der Mut ausgezahlt hat, auf viele junge Spieler zu setzen.“
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