Sicherer 4:0-Erfolg

BVB entzaubert Pokalschreck Kiel

Robert Lewandowski eröffnete mit seinem Treffer zum 1:0 das muntere Toreschießen.
Robert Lewandowski eröffnete mit seinem Treffer zum 1:0 das muntere Toreschießen.
Foto: Bongarts/Getty Images

Der Pokal-Schreck aus Kiel hat seinen Schrecken verloren. Mit Halbfinalist Cottbus, Finalist Duisburg und Erstligist Mainz hatten die tapferen Amateure drei Profi-Klubs im DFB-Pokal ohne Gegentor aus dem Rennen geworfen. Gegen dem Meister aus Dortmund war Schluss. Der BVB siegte locker mit 4:0 (2:0) und zieht damit erstmals seit 2008 wieder ins Pokal-Halbfinale ein.

Die 11.700 Fans feierten ihr Team dennoch, als ob es gerade ins Pokal-Halbfinale eingezogen wäre. „Wir sind besser als der HSV“, schallte es durch das eiskalte Stadion.

Ein weiblicher Kieler Fan auf der Tribüne. Trotz der klaren Niederlage feierten die Kieler ihre Mannschaft.
Ein weiblicher Kieler Fan auf der Tribüne. Trotz der klaren Niederlage feierten die Kieler ihre Mannschaft.
Foto: dpa

Vielleicht wäre es ein spannender Pokalkrimi geworden, wenn die wacker kämpfenden Störche ihre erste große Chance verwertet hätten. Doch Marc Heidler scheiterte an Känguru Mitch Langerak, der den Vorzug im Dortmunder Tor vor Roman Weidenfeller erhielt.

Für den Meister war es ein Weckruf, danach spielten die Gäste konsequenter und stellten in nur sieben Minuten die Weichen für das Halbfinale. Robert Lewandowski (11.) brachte Dortmund aus kurzer Distanz in Führung, Shinji Kagawa (18.) sorgte nach einer tollen Kombination über Sebastian Kehl und Lukasz Piszczek für das 2:0.

Dick vermummt: BVB-Trainer Jürgen Klopp.
Dick vermummt: BVB-Trainer Jürgen Klopp.
Foto: Bongarts/Getty Images

Danach spulte der Tabellenführer die Partie souverän und eiskalt nach Hause. Der eingewechselte Lucas Barrios sowie Perisic machten endgültig alles klar.

Trotz des lockeren Weiterkommens gab es großen Ärger über die Bedingungen. „Die waren irregulär. Wir üben ja keine Wintersportart aus“, schimpfte BVB-Manager Michael Zorc über die vielen Eisplatten auf dem Spielfeld. „Die Verantwortlichen haben alle versucht, aber hier anzupfeifen, war sehr bedenklich. Da hätte der DFB einschreiten müssen. Zum Glück hat sich kein Spieler ernsthaft verletzt.“

Dabei hatten die Kieler – vor 100 Jahren Deutscher Meister – im Vorfeld alles versucht, extra für das „Jahrhundertspiel“ einen neuen Rasen verlegt und ihn mit einem 150.000 Euro teuren Klimazelt erwärmt. Trotzdem glich der knallharte Untergrund bei Minus zwölf Grad eher einer Holsteiner Eisplatte als einem Fußballfeld.

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Datum:  7.2.2012
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