Pulverfass Hoffenheim

Hopp zählt Coach Stanislawski an

Ist die Zeit von Holger Stanislawski als Coach in Hoffenheim bald abgelaufen?
Ist die Zeit von Holger Stanislawski als Coach in Hoffenheim bald abgelaufen?
Foto: dapd

Vor dem Pokal-Viertelfinale gegen den Zweitligisten SpVgg. Greuther Fürth hat Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp den Druck auf seine Mannschaft erhöht und Trainer Holger Stanislawski erstmals öffentlich auf die Lichtung gestellt.

So gibt er Trainer Holger Stanislawski die Hauptschuld am blamablen 2:2 in der Bundesliga gegen Aufsteiger FC Augsburg. „Es ist schwer, eine Linie zu erkennen. Bei Ralf Rangnick war zu sehen, dass er ein Pressing spielt“, sagte Hopp und stellte die Frage, ob „die Spieler die Köpfe frei haben“ oder ob „die Kraft fehlt“.

Wumm! Holger Stanislawski, der Kult-Trainer, der von St. Pauli kam, böse angezählt! Wie lange sieht sich Hopp den Niedergang seines Vereins an?

Der 71-Jährige lässt die Spieler-Weggänge in der Winterpause nicht als Ausrede gelten. Hopp: „Alle wussten doch, was uns erwartet. Dass uns Chinedu Obasi und Vedad Ibisevic wahrscheinlich verlassen würden, war schon im Sommer abzusehen. Da muss man sich drauf einstellen!“

Den Vorwurf der sportlichen Leitung, dass für Neuzugänge kein Geld vorhanden sei, konterte der Milliardär: „Unser Etat ist gutes Mittelfeld. Wir haben nicht nur Spieler verloren, es sind auch Neuzugänge gekommen.“

Stanislawski selbst wollte nach der Kritik von Hopp kein neues Öl ins Feuer gießen: „Ich bin loyal zum Verein, zu jedem Mitarbeiter und genauso zu Dietmar Hopp. Insofern werde ich nicht öffentlich kommentieren, was geschrieben wird.“ Einen Rücktritt schloss Stanislawski ohnehin aus: „Ich bin immer Optimist und schmeiße nie irgendwas hin.“

Hoffenheims Keeper Tom Starke ließ zwischen den Zeilen zumindest erkennen, dass er mit den Aussagen von Hopp nicht einverstanden ist: „Ich muss aufpassen, was ich dazu sage. Nur so viel: Es ist nie förderlich, so etwas über die Medien zu kommunizieren.“

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Datum:  7.2.2012
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