„König Otto“ will es noch einmal wissen: Trainer-Legende Otto Rehhagel wurde Sonntag offiziell als neuer Hertha-Coach vorgestellt – unter riesigem Andrang mit mit kämpferischer Rede.
Der 73-Jährige hat schon beim ersten öffentlichen Auftritt als Trainer seine Spieler in die Pflicht genommen. Zeit für Eitelkeiten bleibt unter Rehhagel nicht: „Wenn einer die Regeln nicht beachtet, muss er das vorher sagen. Alle müssen ihr Ego in den Hintergrund stellen.“
Rehhagel fordert von seinen Kickern vollen Einsatz ohne Kompromisse: „Tag und Nacht müssen die Spieler an die nächsten Spiele denken“, forderte er. „Dazu gehört, dass man auch außerhalb die Dinge an die Seite stellt.“
Der erfahrene Coach soll die Hertha vor dem Abstieg retten – und glaubt fest an seinen Erfolg: „Wir werden das schaffen, aber nur gemeinsam. Unnötige Kriegsschauplätze müssen alle außen vor bleiben“, kündigte er an. „Ich rede nur noch über Fußball.“
Mehr als ein Dutzend Kamerateams und viele Fotografen hatte sich aufgebaut, um das Comeback der Trainer-Ikone zu begleiten. Doch Rehhagel setzt sich wegen des neuen Jobs nicht unnötig unter Druck: „Wenn wir es tatsächlich nicht schaffen sollten, hat es nicht gereicht“, sagt er gelassen. „Meine Reputation kann man mir nicht mehr nehmen.“
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