Sieg für Johan Cruyff, Niederlage für Louis van Gaal: Der ehemalige Chefcoach von Bayern München darf nicht Generaldirektor beim niederländischen Fußball-Rekordmeister Ajax Amsterdam werden.
Die Anstellung des ehemaligen Oranje-Bondscoaches durch vier Ajax-Aufsichtsratsmitglieder war laut des Gerichtshofes in Amsterdam nicht erlaubt, weil das fünfte Aufsichtsratsmitglied, Ajax-Ikone Cruyff, bei der Entscheidungsfindung ausgegrenzt worden war. Ebenfalls abgeschmettert wurde die Berufung von Interims-Direktor Martin Sturkenboom.
Das Gericht sah es als offensichtlich an, dass die anderen Aufsichtsräte geplant hätten, Cruyffs Einfluss auf die Beschlüsse vom 16. November wesentlich einzuschränken.
Zudem sei die Terminplanung für die entscheidende Sitzung unzulässig kurzfristig gewesen. Ferner seien die geplanten Ernennungen von van Gaal und Sturkenboom nicht Gegenstand der Tagesordnung gewesen.
Laut Ajax-Anwalt Peter Wakkie ist eine Verpflichtung von van Gaal und Sturkenboom trotz des Urteils nicht endgültig vom Tisch. Falls gewünscht könne die Prozedur laut Gericht erneut beginnen, diesmal allerdings auf korrekte Art und Weise.
Ein Richter in Haarlem hatte am 12. Dezember 2011 die Ernennung van Gaals zum Ajax-Direktor ausgesetzt. Damit hatte Cruyff Erfolg mit seiner Einstweiligen Verfügung gegen die Entscheidung seiner vier Aufsichtsratskollegen, die am 16. November ohne Cruyffs Wissen van Gaal als neuen allgemeinen Direktor verpflichtet hatten.
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