Internet vs. Sportschau

Endspurt im Kampf um die TV-Rechte läuft

Hat Sportschau-Moderator Matthias Opdenhoevel bald ausgedient? Der Kampf um die TV-Rechte tobt.
Hat Sportschau-Moderator Matthias Opdenhoevel bald ausgedient? Der Kampf um die TV-Rechte tobt.
Foto: dapd

„Jetzt wird es ernst“, sagt Christian Seifert, Chef der Deutschen Fußball-Liga (DFL) vor der Präsentation der nationalen TV-Rechtepakete ab der Saison 2013/2014 am Donnerstag in Frankfurt.

Angenehm für die „Verkäufer“ der Liga, laut Seifert: „Bisher gibt es über 30 Bieter für die verschiedenen Pakete. Die nationalen Medienrechte werden finanziell noch einmal nach oben gehen. Die Fußball-Bundesliga bleibt eine Erfolgsgeschichte.“

Derzeit kassiert die Liga aus den Fernsehverträgen im Schnitt 412 Millionen Euro im Jahr, einige Bundesligisten träumen bereits von einem Gesamterlös von 500 Millionen Euro jährlich. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Rekordmeister Bayern München, fordert sogar TV-Erlöse von bis zu 800 Millionen Euro per annum.

Vieles deutet darauf hin, dass Sky sein Angebot noch mal erhöht und für mehr als 250 Millionen Euro im Jahr die Pay-TV-Rechte behält. Weitaus spannender könnte der Bieter-Wettstreit zwischen der „heiligen Kuh“ ARD-Sportschau und den Internet-Konkurrenten Vodafone, Yahoo, Google/Youtube oder dem Axel-Springer-Verlag werden.

Die ARD zahlt derzeit insgesamt 100 Millionen Euro für die Bundesliga-Rechte, muss aber vor allem den Verlust der Sportschau fürchten. Denn zuletzt hatte auch das Bundeskartellamt der DFL grünes Licht für die geplanten Ausschreibungsszenarien erteilt.

Dabei bestätigte das Kartellamt auch die Zentralvermarktung. Eine „Lex Sportschau“ wird es demnach nicht länger geben.

Eines stellt Seifert allerdings klar: „Wir wollen keine Fantasie-Angebote, bei denen den Bietern nach zwei Jahren die Luft ausgeht.“ Abschließen will Seifert den neuen TV-Vertrag bis spätestens Anfang Mai - also noch vor dem Ende der laufenden Saison.

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Datum:  8.2.2012
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