Der Zeitpunkt ist mal wieder gut gewählt: Mitten im Titelrennen mit Borussia Dortmund hat Bayern-Präsident Uli Hoeneß ein lange gehütetes Geheimnis gelüftet.
„Als sie mal gar nicht mehr weiter wussten und Gehälter nicht mehr zahlen konnten, haben wir ihnen ohne Sicherheiten zwei Millionen gegeben für einige Monate“, plauderte der Bayern-Präsident während einer Fanveranstaltung in Hamburg aus.
Es soll sich um eine Zahlung aus dem Jahr 2003 handeln, als der damalige BVB-Präsident Gerd Niebaum und Manager Michael Meier den damals hochverschuldeten Traditionsklub beinahe in die Insolvenz getrieben hätten.
Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke bestätigte den Wahrheitsgehalt der Hoeneß-Aussage. „Ja, ich kann eine Leihgabe bestätigen“, sagte er den „Ruhr Nachrichten“.
Ohne die Bayern-Millionen wären die Lichter bei den Borussen, die 2005 vor dem wirtschaftlichen Kollaps standen, möglicherweise ausgegangen.
Erst in letzter Sekunde hatte der BVB die drohende Insolvenz abwenden können. Mit dem Sanierungskonzept Watzkes gelang dem Traditionsverein dann der Neuanfang.
Zum ersten Jahrestag der Rettung am 14. März 2006 sagte Watzke: „Das war ein Schicksalstag für den BVB. Ich bekomme noch heute Schüttelfrost, wenn ich daran denke. Das Risiko, dass das Ding vor die Wand fährt, war beträchtlich.“
Inzwischen hat sich der BVB finanziell so gut erholt, dass er sogar den Wettbewerb mit dem Bayern um die Verpflichtung von Nationalspieler Marco Reus für 17,5 Millionen Euro gewann.
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