Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München – in den 70er Jahren ein absoluter Leckerbissen. Am Freitagabend (20.30 Uhr, ARD und Sky live) ist es endlich wieder ein Duell, das die Massen elektrisiert. Sky-Experte Stefan Effenberg (43) hat bei beiden Klubs gespielt. Die MOPO sprach mit dem Hamburger Jung „Effe“.
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Das ist eine schwierige Frage. Ich habe Borussia viel zu verdanken. Da habe ich die Chance gekriegt, Bundesliga-Profi zu werden.
Ja, und Hans-Günter Bruns, Winfried Hannes und Ewald Lienen meine Mitspieler. Die Mannschaft hat mich supernett aufgenommen – sonst hätte ich keine guten Leistungen bringen können.
Richtig. Die Beziehung heute ist viel enger. Das liegt sicherlich auch an den Erfolgen, die ich mit dem Klub errungen habe. Dass ich in München wohne, hat ja auch etwas zu bedeuten.
Für mich ist das Vergangenheit, Geschichte. Ich habe meine Hilfe angeboten, aber man wollte sie nicht. So konnte ich andere Dinge machen. Wie meine Fußballlehrer-Lizenz. Ich sehe das aber positiv und freue mich riesig über die Entwicklung bei der Borussia.
Nein, Gladbach hat einfach den richtigen Trainer geholt. Lucien Favre ist ein absoluter Glücksgriff.
Erstmal dies: Reus macht den richtigen Schritt, denn er muss international spielen. Für das Ausland ist er allerdings noch zu jung. In Gladbach gibt es immer große Fragezeichen, was die Zukunftsperspektiven anbelangt. Deshalb können andere Klubs mit ihrem Geld die Führungsspieler wegkaufen.
Das ist ungefähr so, als wenn Bastian Schweinsteiger den FC Bayern verlassen würde. Auch der Verlust von Roman Neustädter wiegt schwer. Diese zwei zentralen Figuren müssen durch hohe Qualität ersetzt werden, um das Niveau in etwa zu halten.
Nein. Bayern ist der Favorit im Spiel, ohne Wenn und Aber. Ich traue den Gladbachern aber zu, sich in dieser Saison für das internationale Geschäft zu qualifizieren.
Ich mache den Schein, weil ich mich weiterentwickeln will. Das ist eine Elite-Ausbildung durch den DFB, für mich sehr lehrreich. Es ist nicht mein Ziel, im Sommer irgendetwas zu machen.
Ich bin tiefenentspannt, lasse alles auf mich zukommen. Das Schöne an der Unabhängigkeit ist, dass du selbst entscheidest. Der erste Schuss muss sitzen – und das wird er!
Das macht mich stolz und zeigt, dass man gut gearbeitet und sich immer gut verhalten hat. Bayern wird sich in den nächsten Jahren neu aufstellen. Wenn da mein Name fällt, ist das schön.
Ja! Der Abstand ist nur noch minimal. Das gilt auch für Barcelona im Vereinsfußball. Ich denke, dass die Spanier älter und durch die Erfolge auch gewissermaßen satt geworden sind. Unsere Spieler dagegen sind gierig. Wir haben ein riesiges Potenzial, könnten die nächsten vier, sechs oder gar acht Jahre eine Führungsrolle einnehmen. Deutschland und der FC Bayern müssen sich vor keinem verstecken.
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