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Begehrtes Geschenk: Balotellis Trikot kommt bei Hummels unter den Weihnachtsbaum

Mats Hummels im Zweikampf mit Mario Balotelli. Später schnappte sich der Dortmunder das Trikot des Italieners.
Mats Hummels im Zweikampf mit Mario Balotelli. Später schnappte sich der Dortmunder das Trikot des Italieners.
Foto: dapd

Im Kabinengang hatte Mats Hummels (23) ihn endlich gefunden. Mario Balotelli stapfte nach der 0:1-Pleite in Dortmund direkt nach dem Schlusspfiff in die Katakomben, bis Dortmunds Innenverteidiger ihn doch noch stellte und ihn um sein himmelblaues Trikot mit der Rückennummer 45 bat.

Der exzentrische Italiener ließ sich nicht lange bitten und tauschte mit seinem Gegenspieler das Hemd. „Ich habe schon seit zwei Jahren den Auftrag, ein Trikot von ihm zu holen. Aber bisher hat es nie geklappt“, verriet Hummels. „Nach dem verlorenen EM-Halbfinale, in dem er uns zwei Tore eingeschenkt hat, musste ich nicht unbedingt zu ihm hin.“

Jedoch kommt das Trikot nicht als Trophäe in seinen Schrank, sondern es ist ein (verfrühtes) Präsent. „Das wird auf jeden Fall ein schönes Weihnachtsgeschenk, ja gut, für meinen Bruder, der weiß eh, dass er das kriegt.“ Jonas wird sich trotzdem riesig freuen, wenn er unter dem Baum Balotellis Jersey endlich finden wird.

Aber nicht nur wegen des Trikottausches findet Hummels den Torjäger richtig gut, obwohl das Dortmunder Publikum den 22-Jährigen bei jeder Ballberührung gnadenlos ausgepfiffen hat. „Ich finde den geil als Typ. Ich glaube, dass Leute oft schlechter gemacht werden, als sie sind.“

So wie seine Dortmunder vor dem Start der Champions League. Keiner hatte dem BVB das souveräne Weiterkommen als Gruppensieger mit beeindruckenden 14 Punkten (vier Siege, zwei Remis) vor Real Madrid zugetraut: „Das ist das Maximale, was man in so einer Gruppe erreichen kann. Deswegen freuen wir uns jetzt auf die Auslosung. Wir hoffen auf ein geiles Los und dass wir noch mal weiterkommen“, hat Hummels richtig Blut geleckt, nachdem die Schwarz-Gelben in den vergangenen beiden Jahren in Europa bereits in der Vorrunde kläglich gescheitert waren.

„Was meine Mannschaft gemacht hat, ist einfach verrückt. Ich hatte ganz großes Spaß“, sagte Trainer Jürgen Klopp (45). Die Freude soll in Dortmund auch nach dem Achtelfinale noch nicht beendet sein...

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