Zwei Sprünge in die rechte Ecke. Zwei gehaltene Elfmeter gegen die Weltstars Ronaldo und Kaka. Nachdem Torero Manuel Neuer die Real-Stiere erlegt hat, geschieht das Undenkbare.
Neuer sitzt mit den Mitspielern vor der Gäste-Kurve. Und 4.000 Fans singen seinen Namen. Jene, die ihn über Monate angefeindet hatten, fordern ihn nun als Vorsänger - und machen endlich ihren Frieden mit dem Ex-Schalker. Mit „Manu, Manu, Manu“-Sprechchören wird Neuer, der klug genug ist, die Vorsänger-Rolle Bastian Schweinsteiger zu lassen, in die Kabine verabschiedet.
Bayern-Präsident Uli Hoeneß platzt fast vor Genugtuung: „Ich hoffe, dass jetzt der Letzte begriffen hat, warum wir Manuel Neuer geholt haben. Er ist ein Weltklassetorwart und hat das wieder bewiesen.“
„Ich liebe Manuel Neuer“, ruft Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge im Überschwang der Gefühle. Und auch Bundestrainer Jogi Löw schwärmt: „Überragend! Bei den Elfmetern hatte man das Gefühl, dass er riesengroß ist. Das war eine Weltklasseleistung.“
Mit zwei parierten Elfmetern machte sich Weltklasse-Keeper Manuel Neuer zum unumstrittenen Helden der Bayern.
Foto: Getty ImagesUnd Neuer selbst? Der gibt sich so bescheiden wie möglich. Vergleiche mit Oliver Kahn wehrt er ab: „Das mag ich nicht.“ Und DER Held will er auch nicht sein: „Wir alle sind Helden!“
Trotzdem muss er immer wieder erklären, wie er die Elfer hielt: „Ich bin in einer solchen Situation total fokussiert, ich bin da in einer anderen Welt. Ich weiß da gar nicht, was um mich herum passiert.“ Das klingt dann doch wie Kahn.
Lob erhielt Neuer auch von Ex-Real-Star Raúl, mit dem er noch in Schalke zusammenspielte. „Ja, ich habe ihm eine SMS geschickt und ihm zu seiner Leistung gratuliert“, so Raúl.
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