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4 Tore reichen nicht: Hansa Rostock nach irrem Torfestival abgestiegen

Hansa am Boden: Rostock steht nach einem irren 4:5-Torfestival als Absteiger fest.
Hansa am Boden: Rostock steht nach einem irren 4:5-Torfestival als Absteiger fest.
Foto: dapd

Hansa Rostock muss zum zweiten Mal nach 2010 den bitteren Gang in die 3. Liga antreten. In einem völlig verrückten Spiel bei Union Berlin verloren die von der Insolvenz bedrohten Rostocker trotz früher 2:0-Führung noch 4:5 (3:3) und haben damit einen Spieltag vor Schluss keine Chancen mehr auf den Klassenerhalt.

Im torreichsten Zweitliga-Spiel der Saison trafen für Hansa Matthias Holst (3.), Tino Semmer (10.), Stephan Gusche (32.) und Marek Mintal (54.). Für die Gastgeber waren Silvio (17.), Michael Parensen (26.), Kapitän Torsten Mattuschka (28.), Chinedu Ede (47.) und Daniel Göhlert (69.) erfolgreich.

„Es ist ein Spiegelbild der Saison: Es war ein Auf und Ab - und am Ende reicht es nicht“, sagte Hansas Vorstandsvorsitzender Bernd Hofmann: „Jetzt müssen wir den Abstieg erst einmal verdauen.“

Hansa erwischte vor 17.000 Zuschauern in der ausverkauften Alten Försterei einen Start nach Maß. Bereits nach zehn Minuten führten die Gäste 2:0, ehe innerhalb von nur elf Minuten Union das Spiel völlig auf den Kopf stellte. Für die Rostocker Fans ging das Wechselbad der Gefühle allerdings weiter.

Vom direkten Klassenerhalt bis zum vorzeitigen Abstieg: Die Tabellenkonstellation änderte sich fast minütlich. Neue Hoffnung schöpfte das Team von Trainer Wolfgang Wolf nach dem Ausgleich durch Gusche, der per Kopf traf.

Das turbulente Spiel setzte sich auch nach der Pause fort, als innerhalb von nur sieben Minuten erst Union wieder in Führung ging und Rostock durch das „Tor-Phantom“ Mintal einmal mehr ausglich. Auch nach dem erneuten Rückstand durch Göhlert hatten die Rostocker noch gute Chancen. Manfred Starke scheiterte zweimal frei vor Union-Keeper Jan Glinker.

Beste Spieler bei den Rostockern waren Semmer und Mintal, bei Union überzeugten Mattuschka und Silvio.

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