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1:3 gegen Leverkusen: Kaiserslautern vor drittem Abstieg

Verloren und den Abstieg vor Augen - der Lauterer Richard Sukuta Pasu (re.)
Verloren und den Abstieg vor Augen - der Lauterer Richard Sukuta Pasu (re.)
Foto: Getty

Bayer Leverkusen hat den Abstieg des 1. FC Kaiserslautern so gut wie besiegelt und seine eigenen Europacup-Ambitionen unterstrichen.

Bei der Heimpremiere der neuen sportlichen Leitung mit Teamchef Sami Hyypiä und Trainer Sascha Lewandoswki besiegte der Vizemeister das abgeschlagene Tabellenschlusslicht mit 3:1 (1:0) und beendete damit seine Negativserie mit fünf Spielen ohne Sieg.

Die Roten Teufel, die auch das vierte Spiel unter ihrem neuen Coach Krassimir Balakow verloren, blieben zum 20. Mal in Folge ohne Sieg und müssen vier Runden vor Saisonschluss bei neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz für die zweite Liga planen. Der dritte Abstieg nach 1996 und 2006 ist nur noch theoretisch abzuwenden.

Stefan Kießling (1.), Kapitän Simon Rolfes (57.) und Stefan Reinartz (89.) trafen für die Gastgeber, Julian-Maurice Derstroff (42.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Pfälzer gesorgt.

„Wir haben alles gegeben und ein gutes Spiel gemacht“, meinte Lauterns Kapitän Mathias Abel: „Aber im Endeffekt haben wir wieder keine Punkte. Wir haben Chancen herausgespielt, aber der Abschluss hat gefehlt. Das zieht sich durch die ganze Saison. Der Glaube an ein Wunder ist immer noch da, solange es theoretisch noch möglich ist.“

Bayer machte im ersten Heimspiel nach der Trennung von Trainer Robin Dutt und dem Teilerfolg beim Debüt seiner Nachfolger beim Hamburger SV (1:1) von Beginn an mächtig Dampf. Auch ohne Routinier Michael Ballack, der wegen einer Wadenblessur gegen seinen früheren Klub kurzfristig ausfiel, bestimmte die Werkself vor 25.000 Zuschauern das Geschehen und kam bereits nach 24 Sekunden zum Torerfolg.

Nach einem klugen Pass von Eren Derdiyok brachte Kießling die Hausherren mit seinem zehnten Saisontreffer in Führung. Anschließend nahm Bayer, das letztmals 1994 vor eigenem Publikum gegen die Roten Teufel verloren hat, das Tor von Tobias Sippel unter Dauerbeschuss und hätte durch Kießling, dessen Sturmpartner Derdiyok, Renato Augusto oder auch Rolfes den einen oder anderen Treffer mehr erzielen müssen.

Die Notelf der Pfälzer, bei denen außer Kapitän Christian Tiffert noch ein halbes Dutzend verletzter Profis fehlte, war vor der Pause in allen Belangen unterlegen und kam nur selten gefährlich vor das Leverkusener Gehäuse. Lediglich von Richard Sukuta-Pasu ging ab und zu ein wenig Torgefahr aus.

Völlig überraschend fiel dann der Ausgleich durch Derstroff (42.), der Bayer-Torwart Bernd Leno keine Chance ließ. Beflügelt vom Ausgleichstreffer hielten die Gäste im zweiten Durchgang weitaus besser mit und und hatten kurz nach Wiederanpfiff sogar die Chance zur Führung, als Gonzalo Castro bei einer unglücklichen Abwehraktion den Ball beinahe ins eigene Tor abgefälscht hätte.

In der 50. Minute hatten dann aber die Bayer-Fans den Jubelschrei auf den Lippen, als Kießling nach klugem Pass von Rolfes alleine vor Sippel auftauchte, dann aber den Ball neben das Ziel schlenzte. Sieben Minuten später reagierte FCK-Keeper Sippel dann einmal mehr nach einem Freistoß von Castro großartig, im Nachschuss ließ Rolfes ihm dann aber keine Chance.

Lautern stemmte sich anschließend noch einmal gegen die Niederlage, nach dem weiteren Gegentreffer von Reinartz hatte Bayer aber leichtes Spiel.

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