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1:0 gegen Bayern: BVB dank Lewandowskis Hackentor im Meisterrausch

Robert Lewandowski bejubelt sein Tor zum 1:0.
Robert Lewandowski bejubelt sein Tor zum 1:0.
 Foto: dpa

Es war 21.45 Uhr, als die Dortmunder Arena wackelte. Roman Weidenfeller hatte den Ball unter sich begraben, Arjen Robben griff sich an den Kopf. Die Zuschauer auf den Tribünen lagen sich in den Armen. Ein verschossener Elfmeter und eine goldene Hacke haben wohl die Bundesliga-Saison entschieden.

Borussia Dortmund hat die Hände an der Meisterschale. Robert Lewandowski lenkte einen Großkreutz-Schuss zum 1:0 ins Bayern-Tor, dann der parierte Strafstoß durch den Borussia-Keeper. Nun ist die Titel-Verteidigung für den BVB ganz nah.

Roman Weidenfeller hält den Elfmeterschuss von Arjen Robben fest – der Oranje-Star kann es nicht fassen.
Roman Weidenfeller hält den Elfmeterschuss von Arjen Robben fest – der Oranje-Star kann es nicht fassen.
 Foto: dpa

Sechs Punkte Vorsprung vier Spieltage vor dem Ende – diesen Rückstand holte Bayern bisher nur einmal auf, 1986 gegen Bremen. Aber diese Borussia ist zu stark für einen Einbruch. 24 Spiele in Folge ist der Meister nun schon ungeschlagen, ein erneut würdiger Titelträger.

Das Finale dieses Liga-Knallers hielt dann doch das, was sich alle vom Duell Erster gegen Zweiter erhofft hatten. Die Atmosphäre war so prickelnd und elektrisierend, wie es nach dem ganzen Ballyhoo im Vorfeld zu erwarten war.

„Deutscher Meister steh’ auf“, sangen die BVB-Fans. Es sollte das Motto für einen rauschenden Fußball-Abend sein. Am Ende ging es drunter und drüber. Subotic traf noch die Latte des eigenen Tores, Lewandowski verpasste durch einen Lattentreffer das 2:0. Die schwarz-gelbe Glückseligkeit war aber auch so schon nicht mehr zu stoppen.

Der Sieg der Borussia ging in Ordnung. Die Bayern wirkten in der ersten Halbzeit sehr gehemmt. Dortmund hatte die besseren Torchancen, allen voran Robert Lewandowski, der mit einem Kopfball nur den Innenpfosten traf (37.).

Sky-Co-Kommentator Franz Beckenbauer rätselte in der Pause: „Die Bayern kommen nicht ins Spiel. Die Frage ist: Können sie es nicht? Oder ist Dortmund so stark, dass sie sie einfach nicht lassen? Aber klar ist: Wenn die Bayern so weiter spielen, gehen sie hier heute nicht als Sieger vom Platz.“

Wie so oft sollte der Kaiser Recht behalten. Zwar kamen die Gäste nach der Pause besser ins Spiel, zwingende Torchancen ergaben sich bis auf einen Ribéry-Schuss (60.) aber nicht. Thomas Müller war ein Totalausfall, Mario Gomez kam ebenfalls nicht in Position. Und so wurde die offensiv bessere Spielanlage der Klopp-Truppe belohnt.

Der Dortmunder Coach durfte sich freuen, schon zum vierten Mal in Folge die Bayern in der Liga geschlagen zu haben. „Ich finde, das war das beste Spiel, das wir bisher gegen sie gemacht haben“, freute sich Kloppo. „Dass die Jungs bei der Drucksituation das abrufen, ist Wahnsinn. Das, was wir hier machen, das geht nicht im Vorbeigehen. Wir sind alle ein bisschen verknallt in diesen Verein.“

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