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Pleite in Berlin: 0:2! Freezers: Riesenwut auf Schummel-Schiris

Freezers-Trainer Laporte konnte über die Leistung der Schiedsrichter in Berlin nur den Kopf schütteln.
Freezers-Trainer Laporte konnte über die Leistung der Schiedsrichter in Berlin nur den Kopf schütteln.
Foto: Witters

Im Kabinengang stapften Freezers-Coach Benoit Laporte und Sportchef Stéphane Richer mit roten Köpfen hin und her. Sie konnten nicht fassen, was da gerade bei der 0:2 (0:1, 0:1, 0:0)-Pleite in Berlin passiert ist. Die Schiedsrichter waren die auffälligsten und schlechtesten Akteure auf dem Eis. Riesen-Wut auf die Schummel-Schiris!

Es dauerte nur 41 Sekunden bis das Unheil seinen Lauf nahm. Die Offiziellen Willi Schimm und Carsten Lehnhart schickten Thomas Oppenheimer auf die Strafbank. Kopfschütteln bei den „Eisschränken“ – nicht das letzte Mal. In den ersten 15 Minuten spielten die Hamburger durch fragwürdige Entscheidungen fast ausschließlich in Unterzahl. Logisch, dass der Rückstand durch Darin Olver mit einem Mann weniger fiel. Selbst Berlins Florian Busch warnte in der Pause: „Die Schiris müssen das in den Griff bekommen, sonst artet es aus.“

Und genau das ist passiert. Durch die pingeligen Pfeifen kam Gift ins Spiel. Immer wieder flogen die Fäuste – und mitten in der heißen Phase schlug der Meister zu, Mark Katic erhöhte auf 2:0.

Die Schiris schlecht, die Ausländer harmlos, Flaake & Co. glücklos – und in der zweiten Pause verlor Freezers-Maskottchen Stanley ein Wettrennen gegen Berlins Eisbär Bully.

Als wäre das alles nicht genug, legten die Unparteiischen noch nach. Fünf Minuten vor dem Ende landete die Scheibe aus dem Gewühl im Eisbären-Gehäuse, ein Pfiff, eine Massenschlägerei. Und dann Videobeweis. Aber kein Tor. Kurios: Schimm gestand, dass der Puck drin war, war sich aber plötzlich ziemlich sicher, vorher abgepfiffen zu haben. Zur Info: Das Video war ohne Ton. „Für mich war es ein klares Tor“, sagte David Wolf, der mit seinen Jungs anschließend vergeblich anrannte.

„Zwei Teams wollten gewinnen, das dritte war einfach nur schlecht“, kritisierte Richer. Laporte fügte hinzu: „Ich dachte, ich wäre in einem Zirkuszelt statt in einer Eis-Arena.“

Abwehrsorgen immer schlimmer

In der 36. Minute zuckten alle Freezers zusammen. Duvie Westcott verdrehte sich das Bein bei einem Check gegen Berlins Matt Foy und humpelte vom Eis direkt in die Kabine. Die Abwehr-Sorgen werden immer größer!
Mit James Bettauer (Knöchel) und Christoph Schubert (Fuß) fallen zwei Verteidiger länger aus. Nach Berlin waren die Hamburger schon mit nur sechs Defensiv-Spezialisten gereist, darunter Oberliga-Spieler Andreas Andrä. Jetzt könnte es noch kritischer werden. Westcott kommt heute in die Röhre, danach steht fest, ob und wie lange er ausfällt. In Berlin sprang Stürmer Thomas Dolak hinten ein. „Er hat einen guten Job gemacht. Die Jungs haben wirklich alles gegeben“, sagte Coach Benoit Laporte, der seine Spieler im Training etwas schonen wird. Heute ist frei, morgen wird die Einheit lockerer ausfallen. Kein Wunder, bei dem Verletzungspech.

STATISTIK, Tore: 1:0 Olver (9:57), 2:0 Katic (24:36); Strafen: 22/20+10 Oppenheimer; gut in Form: Kotschnew

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DEL
Mannschaft Tore Punkte
1 EHC Red Bull München 13:3 6
2 Grizzly A. Wolfsburg 11:1 6
3 Augsburger Panther 8:3 6
4 Nürnberg Ice Tigers 6:3 5
5 Iserlohn Roosters 6:5 4
6 Krefeld Pinguine 7:6 3
7 Eisbären Berlin 6:5 3
8 Adler Mannheim 7:7 3
9 Düsseldorfer EG 4:8 3
10 Straubing Tigers 4:7 2
11 Kölner Haie 3:7 1
12 ERC Ingolstadt 4:9 0
13 Hamburg Freezers 4:10 0
14 Schw. Wild Wings 1:10 0
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