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Empfehlen | Drucken | Kontakt Datum: 15.1.2013

Karriere-Ende: Serge Aubin: Stiller Abschied eines großen Spielers

Von Michael Manske
Serge Aubin hat seine Karriere beendet.
Serge Aubin hat seine Karriere beendet.
Foto: Witters

Der knallharte Ex-NHL-Star hatte Tränen in den Augen. Nach 18 Jahren muss Freezer Serge Aubin seine Profikarriere beenden. Nach monatelangem Kampf mit einer Daumenverletzung ist Schluss. Stiller Abschied eines großen Spielers.


„Darauf kann man sich nicht vorbereiten. Ich hatte immer wieder die Hoffnung, dass ich zurückkomme, aber ich muss der Realität in die Augen schauen“, sagte der 37-Jährige mit zittriger Stimme. Ein komplizierter Daumenbruch aus dem Vorbereitungsspiel am 2. September 2012 gegen Berlin ist nicht richtig verheilt.

„Ich habe eine emotionale Achterbahnfahrt hinter mir. Ich muss meinen Frieden mit der Entscheidung schließen. Ich weiß aber nicht, wie lange das dauert“, erklärte der 396-malige NHL-Spieler, der als Freezers-Höhepunkte das Testspiel gegen die Los Angeles Kings und die 1:8-Pleite gegen Mannheim sieht. „Wir haben verloren, die Fans aber haben uns weiter angefeuert. Dieser Support hat mich beeindruckt und war ein spezieller Moment.“


Doch wie geht es weiter? Bis zum Saisonende wird Aubin weiter in der Nähe des Teams bleiben, vor allem die jungen Spieler unterstützen. Danach wollen ihn die Freezers als Scout anstellen.
„Da wird erstmal der Familienrat einberufen. Sie haben mich 18 Jahre unterstützt. Das entscheiden wir ganz sicher zusammen“, verrät der Kanadier, der betont, dass er „Hamburg, die Freezers und die Fans liebt.“


Aubins bitteres Ende zwingt die „Eisschränke“ zudem zum Handeln. Sie brauchen dringend Ersatz. „Wir schauen uns aktiv den Markt an. Wir suchen eher nach einem Stürmer“, verrät Sportchef Stéphane Richer. Nach MOPO-Informationen soll der Neue aus Europa kommen und möglicherweise schon in dieser Woche an der Elbe aufschlagen. Denn die Zeit rennt, sechs Spiele haben die Freezers in den nächsten drei Wochen.

„Und das gegen Top-Gegner“, weiß Richer, der Jeff Tambellini (Zürich) als Zugang ausschloss. „Er will wohl in der Schweiz bleiben.“ Andere Kandidaten könnten sein: Jean-Pierre Dumont (Bern), Martin Kariya (Ambri) und Matt Murley (Timra).

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DEL
Mannschaft Tore Punkte
1 Adler Mannheim 164:125 99
2 Kölner Haie 165:137 99
3 Krefeld Pinguine 166:145 88
4 Eisbären Berlin 180:152 85
5 Hamburg Freezers 158:130 85
6 ERC Ingolstadt 161:149 84
7 Nürnberg Ice Tigers 161:159 77
8 Augsburger Panther 137:155 77
9 Straubing Tigers 133:145 74
10 Grizzly A. Wolfsburg 142:150 73
11 Hannover Scorpions 124:148 72
12 EHC München 125:137 71
13 Iserlohn Roosters 130:167 59
14 Düsseldorfer EG 131:178 49
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