Die Freezers haben ihr altes Gesicht wiedergefunden: „So sehen Sieger aus“ stand auf den neuen Feier-Shirts. Gegen den Vorletzten Nürnberg kämpften sich die Hamburger zu einem 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)-Erfolg. Und melden sich nach sechs Pleiten mit einem Sechs-Punkte-Wochenende zurück.
Minutenlang feierten die 12413 Zuschauer bereits vor dem Abpfiff die Wende ihrer „Eisschränke“ mit der La Ola. Der erste Heimsieg seit dem 10. Januar (4:3 n.V. ebenfalls gegen Nürnberg) war kurz danach eingetütet, die Krise endgültig beendet. Von Beginn an waren die Gastgeber das bessere Team, scheiterten aber reihenweise am starken Tiger-Torhüter Patrick Ehelechner. Zudem hakte es weiterhin stark im Powerplay, dem großen Problemkind der Freezers.
Schiedsrichter Christian Oswald bekam in der fünften Minute einen Schuss von Freezers-Verteidiger Patrick Traverse an den Ellenbogen. Die Wunde wurde mit vier Stichen genäht.
In der Pause präsentierten die Hamburger ihr „Auswärts“-Wohnmobil. Damit machen die beiden Pressesprecher Thomas Bothstede und Christoph Wulf ab heute einen Road-Trip zu den kommenden fünf Partien in der Fremde.
Bürgermeister Olaf Scholz schaute sich das Spiel an.
Heute trainieren die Freezers um 10.30 Uhr.
„Das Spiel war erwartet schwer. Nicht umsonst hat Nürnberg Straubing und Co. geschlagen. Das waren zwei Siege fürs Selbstvertrauen. Es war nur eine Frage der Zeit, bis der Knoten platzt.“
„Es war gut für mich, zurückzukommen und so ein wichtiges Tor zu schießen. Das Sechs-Punkte-Wochenende ist wichtig für uns.“
„Ich habe ja vorher gesagt, dass es ein Pflichtsieg wird. Es war wichtig, dass wir heute als Mannschaft unsere Vorgaben erfüllt haben.“
Im zweiten Drittel wackelten die Hamburger kurzzeitig, doch Super-Goalie John Curry hielt seine Jungs mit zwei Glanzparaden (29./32.) im Spiel. Der Dank seiner Kollegen ließ nicht lange auf sich warten: Brendan Brooks verwertete in seinem zweiten Spiel nach vier Wochen Pause einen Abpraller aus der Luft zum 1:0.
Das hatte bis zum Abpfiff Bestand, weil die Freezers anders als in der Vergangenheit dumme Strafen vermieden, einfach spielten und auf ihren Torhüter (dritter Shutout) zählen konnten. „Die Defensive hat einen sehr guten Job gemacht. Und John hatte zwei Riesen-Saves“, freute sich Coach Benoit Laporte. Die Köpfe sind frei, die Krise beendet. Zeit zum Durchatmen ist aber nicht: Morgen startet mit dem Spiel in Köln der Auswärts-Marathon (fünf Partien).
Statistik: Tor: 1:0 Brooks (33:25); Strafminuten: 4/ 16+10 Barta+10 Leask; Gut in Form: Traverse, Cook, Curry
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Eisbären Berlin | 171:140 | 95 | ||
| 2 | ERC Ingolstadt | 168:150 | 93 | ||
| 3 | Wolfsburg | 174:122 | 91 | ||
| 4 | Adler Mannheim | 171:148 | 90 | ||
| 5 | Hamburg Freezers | 149:149 | 83 | ||
| 6 | Straubing Tigers | 161:151 | 80 | ||
| 7 | DEG Metro Stars | 162:167 | 80 | ||
| 8 | Augsburger Panther | 135:131 | 79 | ||
| 9 | Kölner Haie | 135:145 | 78 | ||
| 10 | Iserlohn Roosters | 150:150 | 77 | ||
| 11 | EHC München | 124:135 | 71 | ||
| 12 | Krefeld Pinguine | 126:153 | 69 | ||
| 13 | Nürnberg | 122:165 | 55 | ||
| 14 | Hannover Scorpions | 119:161 | 51 | ||