Zambrano braucht noch Zeit

St. Paulis Beton-Mauer hat erste Risse

Von Buttje Rosenfeld und Stefan Krause
St. Paulis Carlos Zambrano wirkte in Aachen nach langer Pflichtspielpause übermotiviert, stand vor einer Gelb-Roten Karte.
St. Paulis Carlos Zambrano wirkte in Aachen nach langer Pflichtspielpause übermotiviert, stand vor einer Gelb-Roten Karte.
Foto: WITTERS

Die Hoffnung auf Beton war berechtigt. Markus Thorandt stabil wie nie, Carlos Zambrano zurück, Moritz Volz im Aufwind, eine etablierte Kraft wie Fabio Morena in der Hinterhand. Doch St. Paulis Defensivverband präsentierte sich beim 1:2 in Aachen alles andere als sattelfest.


Für Zambrano war wegen akuter Ampelkarten-Gefahr schon zur Pause Feierabend. „Carlos war sehr motiviert, aber er braucht noch ein paar Tage“, erklärte Coach André Schubert und ergänzte: „Ich wollte ihn nicht gleich in seinem ersten Spiel mit Gelb-Rot verlieren.“


Während der für den Peruaner eingewechselte Morena sowie Volz bei seinem Saisondebüt zumindest nicht enttäuschten, hatte man Thorandt ebenso einen gebrauchten Tag angedreht wie Patrick Funk. Der vertrat den gesperrten Sebastian Schachten rechts in der Viererkette auch deshalb, weil ein Teamkollege derzeit etwas neben der Spur ist. „Schnecke hat eine kleine Leistungsdelle“, sagte Schubert zur Personalie Jan-Philipp Kalla. In der Hinserie auf links noch gesetzt, flog er nun aus der Startelf und wurde durch Volz ersetzt.


Der hätte es sonst auch auf rechts richten können, so aber musste eben „Funky“ auf der von ihm nicht eben geliebten Position ran. „Als Offensivspieler war man auf dem Boden klar im Vorteil“, erklärte der Blondschopf. „Aber das soll keine Ausrede sein.“ Keine Ausrede für 90 Minuten, die folgende Funk-Aussage noch plausibler erscheinen ließen: „Es ist ja kein Geheimnis, dass ich mich im Mittelfeld wohler fühle“, sagte der gelernte „Sechser“. „Meine Stärken liegen im zentralen Bereich.“


Dorthin wird er auch bald zurückkehren dürfen. Am Sonntag gegen Bochum (13.30 Uhr, Livetiker auf MOPO.DE) kann Schachten wieder mitmischen und will dabei mithelfen, endlich braun-weißen Beton anzurühren.

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Datum:  6.2.2012
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1 Greuther Fürth 73:27 70
2 Eintracht Frankfurt 76:33 68
3 Fortuna Düsseldorf 64:35 62
4 FC St. Pauli 59:34 62
5 SC Paderborn 51:42 61
6 1860 München 62:46 57
7 Union Berlin 55:58 48
8 Braunschweig 37:35 45
9 Dynamo Dresden 50:52 45
10 MSV Duisburg 42:47 39
11 VfL Bochum 41:55 37
12 FC Ingolstadt 43:58 37
13 FSV Frankfurt 43:59 35
14 Energie Cottbus 30:49 35
15 Erzgebirge Aue 31:55 35
16 Karlsruher SC 34:60 33
17 Alemannia Aachen 30:47 31
18 Hansa Rostock 34:63 27
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