Es steckte tatsächlich St. Pauli drin, auch wenn es wie Eintracht Frankfurt aussah. In den roten Trikots mit schwarzen Streifen erkannte man die Hamburger trotzdem nicht wieder. Nach dem beachtlichen Saisonstart in der 2. Liga bedeutete die 1:2-Blamage von Trier einen herben Rückschlag, der DFB-Pokal ist und bleibt ein rotes Tuch für die (eigentlich) Braun-Weißen.
Wie im Vorjahr in Chemnitz machte die Trikotfarbe eher den Gegner aggressiv, während die Träger des außergewöhnlichen Outfits viel zu lange viel zu lethargisch zu Werke gingen. „Wir konnten die Aufgabe, die uns gestellt wurde, nicht lösen“, analysierte Coach André Schubert. „Wir sind kaum in den gefährlichen Bereich gekommen.“ Erst in der Schlussphase, als die Bälle reihenweise hoch in den Eintracht-Strafraum segelten, entwickelten die Gäste endlich Torgefahr.
„Aber unser Anspruch muss es sein, einen Viertligisten auch fußballerisch zu beherrschen, schränkte Florian Bruns ein. Dies glückte jedoch zu keinem Zeitpunkt der Partie. „Das schnelle Spiel hat bei uns einfach gefehlt“, kritisierte Schubert, der – wie alle – einigermaßen fassungslos über das Zustandekommen des zweiten Treffers war: „ Wir sind maßlos enttäuscht. Wenn du so spät noch das 1:1 machst, musst du es in die Verlängerung schaffen.“
Dass dies nicht klappte, fand nicht nur Bruns „unerklärlich“ und sprach von einer „grausamen Situation. Aber Ausreden für das, was passiert ist, gibt es sowieso keine. Wir müssen uns jetzt einiges an Kritik gefallen lassen.“
Auch von Sportchef Helmut Schulte, der keinen Klassenunterschied zwischen den Teams hatte feststellen können. „Es ist schon bitter, dass man sich als Profi-Mannschaft von Amateuren in den letzten Minuten düpieren lässt“, schimpfte er und führte auch den finanziellen Aspekt an. Um die 250000 Euro wurden an der Mosel leichtfertig versenkt. „Das Geld hätten wir gut gebrauchen können, wir haben schließlich Großes vor mit dem Stadionausbau und dem des Trainingsgeländes an der Kollaustraße“, meinte Schulte. Aber vor große Dinge hätten die Götter den Schweiß gesetzt, „und der floss bei uns nicht“.
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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