Rache ist süß. Beim HSV einst „vom Hof gejagt“ und von Hooligans des Erzrivalen kürzlich sogar tätlich angegriffen, feierte Benedikt Pliquett beim historischen Derby-Sieg seines heiß geliebten FC St. Pauli eines der verrücktesten Bundesliga-Debüts aller Zeiten.
Er war die Sensation des Derbys – schon vor dem Anpfiff. Ohne eine einzige Sekunde Erstliga-Erfahrung war der Torwart-Riese (1,99 Meter) von Trainer Holger Stanislawski ausgerechnet im hochbrisanten Stadt-Duell ins Tor gestellt worden. 21 Regionalliga- und elf Zweitliga-Einsätze hatte „Bene“ bis dato auf dem Konto.
Das Debüt im Derby – ein Geschenk von Trainer Stanislawski, der Pliquett vor allem für sein Herzblut, das er seit sechs Jahren in den Verein steckt (meist als Keeper Nummer zwei oder drei), belohnen wollte.
Bereits vor fünf Wochen (!) hatte ihm der Coach einen Einsatz gegen den HSV versprochen. Ein wohl einmaliger Vorgang angesichts des tobenden Abstiegskampfes und der starken Leistungen von Stamm-Torhüter Thomas Kessler.
Pliquett ist nicht nur Profi bei St. Pauli, sondern glühender Fan. „Bene ist mehr St. Pauli als wir alle. Er hat sich die Chance verdient“, sagt Stanislawski über den Keeper-Hünen, der eine Zeit lang sogar den „Ultras“ angehörte und in ihren Reihen Spiele verfolgte, wenn er nicht im Kader stand. „St. Pauli liebe ich wirklich, das kommt zu hundert Prozent von Herzen“, betont der Hip-Hop-Fan, der als Identifikationsfigur gilt und sich auch sozial sehr engagiert.
So groß seine Liebe zu St. Pauli (und Dalmatiner Curtis) und den Vereinsidealen, so tief die Abneigung gegen den Stadtrivalen und dessen Anhänger. Das hat Gründe.
Der durch und durch Braun-Weiße war nämlich mal eine Rothose. Von 2000 bis 2004 parierte Pliquett im Nachwuchsbereich des HSV, schaffte aber nicht den Durchbruch und fühlte sich „vom Hof gejagt“. Durch Altona gejagt wurde er dann im August 2010 von einer Horde HSV-Hools, als er mit St. Pauli-Fans von einer Auswärtsreise zurück kam.
Wie tief die Negativ-Erfahrungen mit dem HSV sitzen, konnte man an seinen emotionalen Ausbrüchen nach Schlusspfiff sehen. Der historische Zu-Null-Sieg beim HSV – ein perfekter Tag für Benedikt Pliquett.
So sehr ich mich über den Sieg freue, die Geste von Pliquett ist völlig unter aller Kanone! Es gibt Sachen die sollte man lieber lassen, dazu gehört auch eine erneute Aufstellung von ihm. Mindestens bis er eine Anstandsschule besucht hat.
Wenn man vorher von HSV-Fans in Altona grundlos angegriffen wird: Ja
"...vom Hof gejagt..." Wann soll das gewesen sein? Vor seinem Engagement beim FC St. Pauli? Das ist lange her und keiner der damaligen Verantwortlichen ist heute noch beim HSV. Die Reaktion halte ich für etwas übertrieben. Trotzdem schön für Hrn. Pliquett, ein Erfolgserlebnis zu haben.
Sicher soll man sich freuen nach einem Sieg, aber so?! Sorry, gehört für mich nicht zum Fussball!
Wenn man von einem Verein verarscht und geschasst worden ist, dann darf man dem das auch heimzahlen.
Petric zu verarschen und die Eckfahne (Raute) mit Füssen zu treten ... tztztzt, da stellt er sich als Fußballprofi, den tausende Jugendliche am Fernseher verfolgen, auf eine Ebene mit den HSV-Idioten, die ihn und Fans am Bahnhof überfallen hatten.
Ich fand die Aktion mit dem Petric-Pfeil großartig! Das war doch absolut lustig und völlig harmlos.
Pliquett hätte spätestens nach ca. ner Minute mal wieder was fühlen müssen - nämlich Anstand und Sportgeist. So ist er nicht besser als Wiese und hat damit dem Verein nen "tollen" Dienst erwiesen. Und das werden auch durchaus viele Pauli Fans so sehen.
Nach dem Überfall von HSV-Hooligans ist es ihm nicht zu verdenken das er sich über den Sieg freut. Warum sollte man sich auch schämen, wenn man ein Stadtderby nach so vielen Jahren gewinnt?
Das hat doch nichts mit Hass zu tun, das ist pure (und berechtigte) Freude!
Bastian Reinhardt: "Wenn ich sehe, wie die Paulianer bei uns hier im Stadion feiern, muss ich abkotzen." Emotionen kochen da wohl nicht nur einseitig ...
Thema Fair Play: Ohhh St .Pauli ... Ihr habt aus Nakis Aktion in Rostock nicht viel gelernt... da verhöhnt euer Torwart in UNSEREM Stadion einen unserer Spieler, um anschliessend auch noch in UNSEREM Stadion unsere Fahne um zu treten ( nicht wie Torschützen, die das ja auch ab und an mal machen, sondern lange nach Abpfiff)... das beleidigt und provoziert nicht nur den Spieler oder den Verein, sondern auch die Fans ... denkt mal drüber nach.. Trotzdem Glückwunsch von einem HSV-Fan
| Mannschaft | Tore | Punkte | |||
| 1 | Greuther Fürth | 73:27 | 70 | ||
| 2 | Eintracht Frankfurt | 76:33 | 68 | ||
| 3 | Fortuna Düsseldorf | 64:35 | 62 | ||
| 4 | FC St. Pauli | 59:34 | 62 | ||
| 5 | SC Paderborn | 51:42 | 61 | ||
| 6 | 1860 München | 62:46 | 57 | ||
| 7 | Union Berlin | 55:58 | 48 | ||
| 8 | Braunschweig | 37:35 | 45 | ||
| 9 | Dynamo Dresden | 50:52 | 45 | ||
| 10 | MSV Duisburg | 42:47 | 39 | ||
| 11 | VfL Bochum | 41:55 | 37 | ||
| 12 | FC Ingolstadt | 43:58 | 37 | ||
| 13 | FSV Frankfurt | 43:59 | 35 | ||
| 14 | Energie Cottbus | 30:49 | 35 | ||
| 15 | Erzgebirge Aue | 31:55 | 35 | ||
| 16 | Karlsruher SC | 34:60 | 33 | ||
| 17 | Alemannia Aachen | 30:47 | 31 | ||
| 18 | Hansa Rostock | 34:63 | 27 | ||
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