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Woran liegt's?: Studie: Facebook macht unglücklich

Facebook birgt Gefahren, auch die, dadurch unglücklich zu werden.
Facebook birgt Gefahren, auch die, dadurch unglücklich zu werden.
Foto: dpa

Unzufrieden, unglücklich, neidisch - das alles kann uns Facebook machen. Das hat eine Untersuchung von der Technischen Universität Darmstadt und der Humboldt-Universität Berlin ergeben. Wer sich dauernd mit anderen vergleicht, tut sich selbst nämlich nichts Gutes.

"Ein Drittel der Befragten hat während und nach der Nutzung von Facebook negative Gefühle wie Frustrationen“, sagt Wirtschaftsinformatikerin Hanna Krasnova (32). Der Grund dafür sei häufig Neid auf „Facebook-Freunde“.

Die Wissenschaftler stellten dafür sogar eine Art Ranking auf. „An erster Stelle stehen Neid auf Reisen, es folgen Neid auf soziale Beziehungen sowie auf das Glück anderer“.

Dass gerade der Urlaub das größte Neidobjekt ist, erklärte Doktor Thomas Widjaja (30) von der TU Darmstadt so: „Das wird durch die vielen geposteten Urlaubsfotos begünstigt. Sie regen immer zum Vergleich mit den eigenen Erfahrungen an.“

Krasnova fügte hinzu: „Wer beobachtet, dass ein Facebook-Freund 50 Glückwünsche zum Geburtstag bekommt, er selbst aber nur fünf, der kann schon Selbstzweifel bekommen.“ Ähnlich schwierig sei es, wenn ein Freund für einen Post 200 Likes bekommt, man selbst hingegen aber nur 50.

Die rund 600 befragten Studenten (Durchschnittsalter 24) gestanden ihre eigenen negativen Gefühle aber nur zögerlich ein. „Neid will niemand zugeben“, erläuterte Krasnova. Den Neid vermuteten sie eher bei anderen.

Für die Wissenschaftler ein Zeichen dafür, dass diese Emotion bei Facebook weit verbreitet ist. Gerade in sozialen Netzwerken kann man sich mit vielen ähnlichen Personen vergleichen. Wer wenig kommuniziert, viel bei anderen liest und anschaut, sei besonders neidisch, so die Forscher.

Diese Gefühle bringen manche dazu, sich selbst noch ausgeprägter zu präsentieren – was dann wieder Neid bei anderen auslöst. Krasnova nennt das „Neidspirale“.

Beobachtet hat sie auch, dass Nutzer glauben, sie selbst posteten interessante Dinge, anderen unterstellten sie dagegen vor allem Selbstdarstellung. Krasnova rät Nutzern deshalb, bei jeder Veröffentlichung darüber nachzudenken, „was andere wohl darüber denken“.

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