Kostenlose Anti-Virus-Programme bieten in Verbindung mit der Windows-7-Firewall einen guten Schutz. Zu diesem Ergebnis kommen die Experten von Stiftung Warentest, die 18 Virenscanner getestet haben. Wir zeigen, welche am besten abschneiden.
Gerade für schwächere Rechner seien die kostenlosen Scanner ohne mitgelieferte Firewall geeignet: Sie nutzen die gleiche Technik zur Virenerkennung wie ihre kommerziellen Geschwister, brauchen aber meist weniger Speicher und Rechenleistung. Die Windows-7-Firewall arbeite besser als etliche Firewalls in Kaufprogrammen, berichtet Stiftung Warentest (Ausgabe 4/12).
Bei den Gratisschutzprogrammen bewerteten die Tester Avira Free Antivirus am besten (Gesamtnote 2,1), gefolgt von Avast Free Antivirus und AVG Anti-Virus Free Edition 2012 (beide 2,7) und Microsoft Security Essentials (2,8).
Stiftung Warentest hat kostenlose und kostenpflichtige Virenschutzprogramme getestet. Wir zeigen, welche Programme am besten abgeschnitten haben.
Foto: dpaUnbedingt im Laden kaufen
Den besten Virenschutz bei den Kaufprogrammen bietet G Data Internet-Security 2012 (Gesamtnote 2,3), das aber viele Ressourcen frisst. Das sparsamer agierende Avira Internet Security 2012 schneidet wie bei der Gratissoftware insgesamt am besten ab (2,1). Den dritten Platz belegt Kaspersky Internet Security 2012 (2,4). Dessen Virenschutz ist im Vergleich zu den in dieser Disziplin „guten“ Erstplatzierten aber nur noch „befriedigend“.
Wer sich für ein Kaufprogramm entscheidet, sollte unbedingt in den Laden gehen, raten die Tester. Der Download der kostenpflichtigen Software sei in der Regel teurer, und der Vertrag verlängere sich meist automatisch.
Wer bei seiner Online-Recherche beispielsweise ein „kostenlos“ oder „free“ vor das Suchwort „Klingelton“ setzt, hat eine um 300 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, auf gefährliche und schädliche Webseiten zu gelangen.
Foto: Brad Stabler/Flickr„Das Rundumsorglospaket gibt es nicht“
„Das Rundumsorglospaket gibt es nicht“, warnen die Tester. Da selbst die Testsieger nur 96 Prozent aller Viren erwischen, sollten Nutzer einige Grundregeln beachten. Mit einem Virus infizieren kann sich der Rechner schon beim bloßen Besuch einer Webseite – auch auf seriösen Angeboten und ganz ohne Klicks. Schadcode lauert außerdem oft in illegal heruntergeladenen Filmen und Programmen, beispielsweise in solchen zum Erstellen illegaler Lizenzschlüssel.
Auch Fotodrucker im Einzelhandel können Virenschleudern sein. Am besten nutzt man zum Ausdrucken von Bildern eine schreibgeschützte Speicherkarte oder scannt zumindest hinterher den USB-Speicherstick auf Viren. Anhänge in Spam-Mails oder in Mails von unbekannten Absendern sollte man grundsätzlich nicht öffnen. Auch das Anklicken von Links in solchen Nachrichten ist gefährlich. Gleiches gilt für allzu sorgloses Klicken von Links in sozialen Netzwerken.
Unsere Bildergalerie zeigt, welche Gratis- und Kaufprogramme am besten abgeschnitten haben. (dpa)
Das Internet ist voller Gefahren durch sogenannte Schadsoftware. Inzwischen hat sich eine weltweite kriminelle Industrie entwickelt, die darauf aufbaut, Geld aus erbeuteten persönlichen Daten zu schlagen. Aber was sind eigentlich genau Viren, Würmer, Trojaner & Co.? Wir klären Sie über die wichtigsten Schädlinge im Netz auf.
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