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Pinterest: Der Hype um die Internet-Pinnwand

 Foto: dpa

Das Foto-Netzwerk Pinterest ist derzeit total angesagt und wächst schneller als Facebook. Wer Bilder an seine virtuellen Pinnwände heftet, sollte sich aber über das Urheberrecht im Klaren sein. Wir zeigen, wie Pinterest funktioniert.

Das Pinterest-Prinzip ist simpel: Nutzer können über eine kleine Browser-Erweiterung Bilder pinnen - sie erscheinen an den eigenen als Boards bezeichneten Pinnwänden. Wer auf Entdeckungsreise gehen will, kann anderen Nutzern oder Themen folgen, wie das auch bei Twitter üblich ist. Jedes Bild ist mit einem Link hinterlegt, der zur Original-Webseite führt. Der Dienst ist im Vergleich zu Plattformen wie Facebook zwar klein, er wächst aber rasant. Im Februar besuchten in den USA rund 18 Millionen Nutzer die Website.

Der rechtliche Grat ist bei Pinterest jedoch schmal. „Fotos sind immer urheberrechtlich geschützt, egal wie trivial sie sind“, betont Ulbricht der auf Internet-Recht spezialisierte Anwalt Carsten Ulbricht aus Stuttgart. Wer ein Bild an seine Pinnwand hängt, ohne nach Erlaubnis zu fragen, verletzt daher schnell die Rechte des Fotografen. Auch das Zitatrecht greife hier nicht - dafür müsste man sich mit den zitierten Inhalten auseinandersetzen, was bei der Pinterest-Fotoleiste aber nicht der Fall sei. „Die meisten deutschen Juristen kommen zu der Bewertung, dass Pinterest gegen das Urheberrecht verstößt“, sagt Ulbricht.

Meiden müssen Nutzer den Dienst aber nicht gleich. Pinterest sei zwar nicht ohne rechtliche Risiken, sagt Ulbricht. Aber: „Von einer Abmahnung habe ich noch nichts gehört.“ „Konsequent ist: Wer Pinterest nutzen will, sollte sich anonym anmelden.“ 

Wie Pinterest überhaupt funktioniert, zeigen wir Ihnen in unserer Bildergalerie.

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