Den 22. Februar 2012 haben sich Videospiel-Fans rot im Kalender angestrichen: An diesem Tag erscheint in Deutschland die neue Unterwegs-Konsole PlayStation Vita, die nichts weniger will, als das so genannte mobile gaming (also das Daddeln unterwegs) zu revolutionieren. Wir haben uns das neue Baby der PlayStation-Familie einmal ansehen können.
Schon auf den ersten Blick wirkt die Vita randvoll mit Technik: Satter Touchscreen, viel Power, zahlreiche Buttons, zwei Analogsticks wie an der "großen" PlayStation und dann auch noch die absolute Neuheit: Auch auf der Rückseite der Vita ist ein Touchpad angebracht, das ein völlig neues Spiel-Erlebnis bieten soll.
Und in der Tat macht die Vita einen starken ersten Eindruck: Die Grafik ist brilliant (vor allem bei "Uncharted: Golden Abyss" oder "Wipeout 2048"), der Sound aus den eingebauten Lautsprechern beeindruckend gut und an die Steuerung hat man sich blitzschnell gewöhnt. Einzig das Touchpad auf der Rückseite braucht eine kleine Eingewöhnungsphase, vor allem weil die Vita so breit ist, dass man schon sehr lange Finger braucht, um jeden Punkt des Touchpads ohne Umgreifen zu erreichen.
Neben dem neuen Unterwegs-Spielerlebnis will PlayStation mit der Vita auch das reale Leben noch mehr in das Spielerlebnis einbauen. So kann man dank GPS-Ortung bei einigen Spielen Gegenstände oder Kostüme in der Realität an einem Ort (z.B. in einer Fußgängerzone) "hinterlegen", die andere dann wieder einsammeln können. Auch spektakulär: Mit zwei eingebauten Kameras rückt augmented reality noch mehr in den Fokus. Bedeutet: Die Kamera fängt das Bild ein, die Vita baut es als Hintergrund ein - so können etwa die Kämpfer in einem Box-Spiel auf dem heimischen Kaffeetisch oder im eigenen Garten die Fäuste fliegen lassen.
Außerdem gibt's natürlich Social-Media-Anwendungen (Facebook, Twitter und Co.), Gruppenchat-Optionen und die Möglichkeit, die Vita als Musik-Player, Video-Abspielgerät oder Kamera zu nutzen. Die PS Vita wird es in zwei verschiedenen Versionen geben: Einmal als reines WLAN-Modell, mit dem man zu Hause und an Hotspots ins Netz gehen kann und als 3G/WLAN-Modell, mit dem man von überall (wo es Handynetz gibt) online gehen kann.
Ein erstes Fazit: Alle, denen die Qualität der modernen Handyspiele nicht ausreichen, sind mit der PS Vita gut beraten. Wer keinen Wert darauf legt, am großen Fernseh-Schirm zu zocken, kann mit der Konsole natürlich auch auf dem Sofa eine Menge Spaß haben: Vom umfangreichen Blockbuster-Game bis zum kurzweiligen Zeitvertreib ist bei den Spielen alles geboten. Allerdings sind die 249 bzw. 299 Euro (zuzüglich Geld für Speicherkarten und Spiele) eine Investition, die man sich sicher - auch wenn das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt - gut überlegen sollte.
Arbeitsspeicher: 512 MB
Abmessungen: Ca. 182,0 x 18,6 x 83,5 mm (B x H x T)
Gewicht: Ca. 279 g (3G/Wi-Fi-Modell), ca. 260 g (Wi-Fi-Modell)
Screen: 5 Zoll (16:9), 960 x 544, ca. 16 Mio. Farben, OLED Multi-Touch-Screen (kapazitiv)
Rückseite: Multi-Touch-Pad (kapazitiv)
Front- und Rückseitenkamera
Stereolautsprecher
Mikrofon
6-Wege-Bewegungssensorsystem (3-Wege-Gyroskop, 3-Wege-Beschleunigungssensor), elektronischer 3-Wege-Kompass
Integriertes GPS (nur im 3G/WLAN-Modell!), WLAN-Standortbestimmung
Zum Start oder kurz darauf erscheinen unter Anderem:
Uncharted: Golden Abyss™ (Action-Adventure)
WipEout® 2048 (Racing)
Reality Fighters (Augmented Reality/ Beat ‘em up)
Little Deviants (Action/ Minispiele)
ModNation Racers™ (Kart Racing/ Creative Gaming)
Escape Plan (Strategy/ Puzzle)
Little Big Planet (Jump'n'Run)
Army Corps of Hell (Square Enix)
Asphalt: Injection (Ubisoft)
Disgaea 3 Return (NIS America)
Dungeon Hunter: Alliance (Ubisoft)
Dynasty Warriors Next (Tecmo Koei)
EA Sports FIFA Football (EA)
F1 2011 (Codemasters)
Lego Harry Potter: Jahre 5-7 (WB Games)
Michael Jackson: The Experience (Ubisoft)
Rayman Origins (Ubisoft)
Ridge Racer (Bandai Namco)
Silent Hill: Book of Memories (Konami)
Super Monkey Ball Banana Splitz (SEGA)
PS Vita WLAN: 249 Euro
PS Vita 3G/WLAN: 299 Euro
Speicherkarten: 21 bis 50 Euro
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