Der seit langem erwartete Börsengang von Facebook rückt nach Angaben des „Wall Street Journal“ näher: Der Betreiber des sozialen Netzwerks wolle die Unterlagen dafür möglicherweise bereits am Mittwoch bei der Börsenaufsicht einreichen, berichtete die Zeitung. Der Börsengang selbst würde dann in drei bis vier Monaten folgen.
Facebook erhoffe sich durch den Börsengang bis zu zehn Milliarden Dollar (7,6 Milliarden Euro), was letztlich einen Gesamtwert des Unternehmens zwischen 75 bis 100 Milliarden Dollar (56,7 bis 75,6 Milliarden Euro) bedeuten würde, hieß es weiter.
Der Börsengang von Facebook wäre damit einer der ertragreichsten überhaupt und würde die Internetfirma zu einem der größten Unternehmen der Welt machen.
In rund acht Jahren hat Facebook es von einem Studenten-Projekt zum Milliarden-Unternehmen geschafft und wird als baldiger Börsenstar gehandelt. Die Meilensteine auf diesem Weg.
Mark Zuckerberg und seine Mitgründer starten Facebook in ihrem Studentenwohnheim an der Elite-Uni Harvard. Es ist eine Art digitales Jahrgangs-Buch für Studenten. Zuckerbergs Kommilitonen Tyler und Cameron Winklevoss klagen später mit dem Vorwurf, er habe ihnen die Idee für Facebook gestohlen.
Der Dienst wird von Harvard auf die Universitäten Stanford, Columbia und Yale ausgeweitet.
Das spätere Grundelement von Facebook - die Pinnwand - kommt dazu.
Facebook hat rund eine Million Nutzer.
Der Investor Accel Partners steckt 12,7 Millionen Dollar in die Firma. Facebook wird dabei mit 100 Millionen Dollar bewertet.
Facebook hat mehr als 5,5 Millionen Nutzer.
Nach dem Fokus auf Unis und Schulen öffnet Facebook die Türen für alle.
Facebook hat mehr als 12 Millionen Nutzer.
Facebook hat mehr als 50 Millionen Nutzer. Microsoft zahlt 240 Millionen Dollar für einen Anteil von 1,6 Prozent – die Bewertung erreicht damit 15 Milliarden Dollar.
Facebook sorgt für einen Aufschrei bei den Nutzern mit dem Dienst `Beacon", der Einkäufe automatisch den Freunden anzeigt. Facebook Ads bringen mit einem S Selbstbedienungssystem Werbung ins Netzwerk.
Facebook einigt sich mit den Winklevoss-Zwillingen auf einen Vergleich, der inzwischen mehr als 100 Millionen Dollar wert ist. Sie wollen später erfolglos mehr.
Die deutsche Facebook-Version startet.
Facebook hat 100 Millionen Nutzer.
Facebook Connect verknüpft den Dienst mit vielen Webseiten im Netz.
Facebook führt den „Gefällt mir“-Button ein. Inzwischen gibt es jeden Tag 2,7 Milliarden „Likes“ und Kommentare.
Facebook hat mehr als 200 Millionen Nutzer.
Der russische Investor DST steckt 200 Millionen Dollar in Facebook - bei einer Firmenbewertung von 10 Milliarden Dollar.
Facebook hat mehr als 350 Millionen Nutzer.
Facebook hat mehr als 500 Millionen Nutzer.
Goldman Sachs und DST bekommen für 500 Millionen Dollar ein Prozent an Facebook.
Facebook hat mehr als 750 Millionen Nutzer.
Der schleswig-holsteinische Datenschützer Thilo Weichert will den „Gefällt-mir“-Button und Fanseiten von Unternehmen stoppen - trifft jedoch auf wenig Resonanz.
Nach Angaben der Investmentberater von Renaissance Capital hätten bei einem solchen Ergebnis nur 14 Unternehmen mehr Geld durch ihre Börsengänge eingenommen.
Darunter Visa mit 17,9 Milliarden Dollar im März 2008 und der bisherige Spitzenreiter die Agricultural Bank of China mit 19,3 Milliarden im Juli 2010 - exklusive der wegen der hohen Nachfrage zusätzlich ausgegebenen Aktien.
Der Börsengang von Facebook wäre mit dem angegeben Preis der größte, den je ein US-Internetunternehmen erreicht hätte - deutlich höher als jener von Google im August 2004.
Facebook-Sprecher Larry Wu kommentierte den Bericht des „Wall Street Journals“ nicht. Die Zeitung berief sich auf eine eingeweihte Person.
Begleiten wird den Börsengang laut dem Blatt vermutlich die Investmentbank Morgan Stanley, was ein Rückschlag für deren Rivalen von Goldman Sachs wäre.
Schule ist nicht gleich Schule! Hier gehts zum Podcast!