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Bereits heftig diskutiert: Facebook startet seine „Chronik“


Foto: dpa

Nutzer von Facebook können ihre Inhalte nun auch als interaktive Lebensläufe präsentieren.

Das soziale Netzwerk begann am Donnerstag damit, seine bereits heftig diskutierte und „Chronik“ genannte Funktion weltweit einzuführen. Damit haben auch erste Nutzer in Deutschland die Möglichkeit, ihre Kommentare, Fotos und Freundschaftsbestätigungen an einem Zeitstrahl anzeigen zu lassen - und Inhalte bis zurück zur eigenen Geburt nachzutragen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte die ursprünglich „Timeline“ betitelte Funktion Ende September angekündigt. Der Start hatte indes seitdem auf sich warten lassen. Lediglich Entwickler und Nutzer in Neuseeland hatten bereits die Gelegenheit, die zusätzliche Ansicht in ihren Profilen einzurichten.

Bis alle der weltweit 800 Millionen Nutzer von Facebook ihre persönlichen Profile mit der „Chronik“ versehen können, dürften noch einmal einige Tage vergehen: Facebook „rollt“ Neuerungen dieser Art stets in kurzen Etappen aus.

Die „Chronik“ ist keine Pflicht

Wem es nicht behagt, sein digitales Leben derart offenzulegen, der muss allerdings gar nicht mitmachen. Facebook hat für den Start der „Chronik“ das sogenannte Opt-In-Verfahren gewählt: Nutzer müssen die Funktion von sich aus aktivieren, etwa indem sie auf einen Knopf mit der Aufschrift „Hole Dir die Chronik“ klicken.

Außerdem bietet das soziale Netzwerk seinen Nutzern die Möglichkeit, sehr detailliert zu bestimmen, wer welche Inhalte sehen darf. Nutzer können dafür für jedes Element einzeln festlegen, ob es in der „Chronik“ angezeigt wird und wenn ja, welche anderen Nutzer darauf zugreifen dürfen.

Entscheidet sich ein Nutzer dafür, die „Chronik“ zu aktivieren, so präsentiert er zudem nicht sofort seine bei Facebook eingestellten Statusmitteilungen, Fotos und Freundschaften. Die Chronik schaltet sich erst dann „live“, wenn sieben Tage vergangen sind - oder der Nutzer explizit angibt, dass sie sichtbar werden soll. Facebook will seinen Nutzern damit die Gelegenheit bieten, in der nötigen Ruhe festzulegen, wie umfassend die eigene „Chronik“ werden soll.

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